Wahlen 2011

FDP muss mit acht Sitzverlusten im Nationalrat rechnen

Muss mit grossen Verlusten rechen: FDP-Präsident Fulvio Pelli

Muss mit grossen Verlusten rechen: FDP-Präsident Fulvio Pelli

Eine vollständige Simulation der Sitzverluste und -gewinne der Nationalratswahlen zeigt: Die FDP wird die grosse Verliererin der eidgenössischen Wahlen sein. Sie muss mit 8 Sitzverlusten rechnen. Grosser Gewinnerin ist die BDP.

Die FDP muss gemäss der Simulation mit dem Verlust von 8 ihrer heute 35 Nationalratssitze rechnen. Weil gleichzeitig die CVP nur rund 3 Sitze verliert, könnte die FDP hinter die CVP zurück fallen und künftig nur noch die viertgrösste Partei im Bundeshaus sein.

Die SVP kann gemäss der Simulation ihre 62 Sitze halten. Die SP dürfte zwei Sitze gewinnen, die Grünen zwei verlieren. Die Grünliberalen legen von 3 auf 8 Sitze zu. Die BDP erobert bei ihren ersten eidgenössischen Wahlen auf Anhieb 7 Sitze.

Die Wahlsimulation hat der Politgeograf Michael Hermann im Auftrag der «NZZ am Sonntag» erstellt. Während Meinungsumfragen lediglich nationale Wähleranteile erheben, rechnet Hermann diese zum ersten Mal auf Sitze um.

FDP hat sich schlecht verbunden

Für seine Berechnungen zieht Hermann Meinungsumfragen, kantonale Wahlresultate, spezifische Sitz- und Parteikonstellationen in den Kantonen sowie die Listenverbindungen bei. Auffallend ist, dass die FDP mehr Sitze verliert als Wähleranteile.

Der Grund für dieses Missverhältnis liegt laut Hermann an den Listenverbindungen: Die FDP tritt in vielen Kantonen alleine an und kann nicht auf Reststimmen anderer Parteien zählen. Deshalb schlagen sich die Stimmenverluste bei keiner Partei «derart brutal auf die Sitzzahl nieder wie bei der FDP», schreibt Hermann in seiner Analyse.

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