Einwanderung
FDP-Müller: «SVP-Initiative wurde zur "Masseneinwanderungs-Förderungs-Initiative"?

Die Immigration in die Schweiz hat sich seit Februar deutlich beschleunigt. Ob dies aufgrund der SVP-Initiative passiert ist? Für die FDP ist klar: Die Initiative war kontraproduktiv.

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In die Schweiz einwandern bleibt attraktiv

In die Schweiz einwandern bleibt attraktiv

Seit Februar steht die SVP-Masseneinwanderungsinitiative in der Verfassung. Doch die Immigration hat sich seither beschleunigt, und zwar deutlich. Dies berichtet die Zeitung „Schweiz am Sonntag" gestützt auf neue Zahlen des Bundesamts für Migration.

Im März, dem ersten Monat nach dem Volksvotum, stieg die Nettozuwanderung in die Schweiz um satte 14 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresmonat.

5546 Personen wanderten ein, gegenüber 4867 im Vorjahresmonat. Anfang 2014 war die Einwanderung noch leicht rückläufig gewesen, danach aber kam es laut „Schweiz am Sonntag" zur Trendwende.

Setzt sich der März-Trend fort, könnte 2014 zu einem Einwanderungs-Rekordjahr werden.

Möglicherweise decken sich Unternehmen noch rasch mit Ausländern ein, solange es möglich ist.

Ein besonders deutliches Plus von 76 Prozent zeichnet sich in der Gruppe der EU-8 mit Ländern wie Lettland, Tschechien und Ungarn ab.

Marginal bleibt die Zuwanderung aus den neuen EU-Staaten Bulgarien und Rumänien.

Kontingente hat der Bund noch nicht festgelegt. FDP-Präsident Philipp Müller befürchtet, dass die Einwanderung mit einem Kontingentssystem sogar ansteigen werde.

«Wenn ich zusammenzähle, welchen Bedarf die Branchen anmelden, komme ich mittlerweile auf mindestens 120 000», sagt er.

Er nennt die Masseneinwanderungsinitiative bereits «Masseneinwanderungs-Förderungsinitiative».