Wahlen 2011

FDP-Kandidat Schäfli verdächtigt SP, Plakate abzuhängen

Abgehängte und zerstörte Plakate

Abgehängte und zerstörte Plakate

Abgerissene, weggeworfene und verunstaltete Wahlkampf-Plakate: Im Baselbieter Wahlkampf wird mit harten Bandagen gekämpft. Ein FDP-Kandidat wirft der SP nun vor, sie hänge seine Plakate ab. Diese weist die Vorwürfe zurück.

Im Baselbiet wurden in jüngster Zeit gleich mehrere Plakate von FDP-Nationalratskandidat Patrick Schäfli beschädigt. Schäfli hat im Baselbiet rund 100 Plakte aufgehängt. Der 30-jährige Politiker fand nun rund ein halbes Dutzend abgehängt, umgedreht aufgehängt und zum Teil komplett zerstört vor. An der Stelle seiner Affichen fand er Plakate der SP vor.

«Wenn an einer gut sichtbaren Stelle weitere Aushänge angebracht werden, habe ich kein Problem damit. Doch wenn Plakate heruntergerissen und bis zur Unbrauchbarkeit verunstaltet werden, finde ich das schade», sagt Schäfli gegenüber az. «Ich hänge gut platzierte Affichen auch nicht einfach um», erklärt er. Gekämpft werden sollte mit Argumenten und nicht mit solchen Taten.

Die SP unter Verdacht

Schäfli verdächtigt die Sozialdemokraten hinter diesen Aktionen. Und er dokumentiert die Vorwürfe mit Fotos, die er heute verschickt hat. «Zum Zeitpunkt dieser Geschehnisse waren die SP und ich die Einzigen, die plakatierten. Ausserdem wurden vor Ort an meinen verkehrt aufgehängten Plakaten Kabelbinder gefunden, die auch benutzt wurden, um die neu angebrachten SP-Poster zu befestigen», behauptet Schäfli.

Der FDP-Kandidat ist nicht der einzige, der zur Zeit in Sachen Plakate schlecht auf die SP zu sprechen ist. Auch die SVP greift die SP an. In Bad-Bubendorf, wo SVP-Plakate abgerissen und mit Abfall bedeckt wurden, glauben die Betroffenen jedenfalls nicht an einen Lausbubenstreich. In der Birsfelder Hard in lagen laut TeleBasel SVP-Plakate am Waldrand. An deren Stelle hing dann eine SP-Affiche.

SP dementiert

Die Sozialdemokratische Partei weist die Verdächtigungen, sie stecke hinter den Abhängeaktionen, vehement von sich. «Von unserer Seite wurden nie Plakate herunter gerissen. Wir haben keine Ahnung, wie es dazu kam», macht SP-Parteisekretär Ruedi Brassel klar. «Auch wir sind stark von solchen Aktionen betroffen. Doch wir machen keine haltlosen Anschuldigungen wie jene von Landrat Schäfli», kontert er an die Adresse des FDP-Kandidaten. Brassel vermutet, dass es sich bei den Aktionen um «Nachtbubenstreiche» handelt.

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