Seit den letzten Nationalratswahlen im Oktober 2015 haben 16 Kantone ihre Parlamente neu bestellt, zuletzt am Wochenende Genf. Zwei Drittel der total 2559 Sitze galt es dabei zu besetzen. Nicht eingerechnet ist Appenzell-Innerrhoden, wo die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielt.

Grosse Gewinnerin dieser Ausmarchungen ist die FDP zusammen mit den verbündeten Liberalen. Sie gewann insgesamt 28 Sitze hinzu, 9 davon in den diesjährigen Wahlen in Nidwalden, Bern und Genf. Einzig in Obwalden setzte es heuer für die Partei zwei Sitzverluste ab.

Damit stellt die FDP nach einer Bilanz der Nachrichtenagentur SDA neu 573 Mandate in den Kantonsparlamenten, eines mehr als die SVP, die in den letzten acht Urnengängen sechs Mal auf der Verliererseite stand. Nach ihrem Triumph in den Nationalratswahlen 2015 büsste die SVP unter dem Strich zehn Mandate in den Kantonen ein.

CVP im Elend

Gegenläufige Trends zeigen sich auch bei den beiden anderen Bundesratsparteien. Die SP konnte um zwölf Sitze zulegen und mit total 466 Mandaten ihre Position als drittstärkste Kraft festigen. Allein in diesem Jahr gewann die Partei neun Mandate hinzu.

Demgegenüber wurde die CVP gleich in 13 von 16 Kantonen von den Wählern abgestraft. Aktuell vereinigen die Christlichdemokraten noch 423 Parlamentssitze, 27 weniger als Ende 2015. Ob sie nach dem Sitzgewinn vom Wochenende in Genf ihr Etikett als "Verliererpartei" los werden, wird sich frühestens am 10. Juni in Graubünden und Glarus weisen.

GLP stagniert

Auf eine erfreuliche Zwischenbilanz können die Grünen zurückblicken. Mit 17 Sitzgewinnen stellen sie heute 192 Mitglieder in den kantonalen Legislativen. Die Grünliberalen dagegen kommen mit 83 Sitzen (+1) kaum noch vom Fleck. Die BDP wiederum konnte ihre Verlustserie nach 2016 eindämmen und hält nun noch 64 Mandate (-9).