Politik
FDP fordert Rentenalter 65 für Frauen

Im Herbst beerdigte der Nationalrat Didier Burkhalters 11. AHV-Revision - und damit auch die Erhöhung des Rentenalters für Frauen. Nur ein paar Monate später bringt seine Partei, die FDP, die Rentenaltersfrage wieder aufs Tapet.

Merken
Drucken
Teilen

Keystone

«Die Parteien sollen jetzt - noch vor den Wahlen - Farbe bekennen», sagt die St. Galler FDP-Ständerätin Erika Forster zur Zeitung "Der Sonntag". «Die Stimmbürger sollen vor den Wahlen wissen, was für ein Rentenalter die Parteien wollen.» Forsters persönliche Formel: 65/65.

Will heissen: AHV-Alter 65 für alle, für Frauen ebenso wie für Männer. Die Zeit sei reif für eine Anpassung, sagt Forster weiter. «Ich will Gleichstellung überall, auch beim Rentenalter.» Damit die Diskussion im Parlament möglichst bald geführt wird, hat Forster im Ständerat eine entsprechende parlamentarische Initiative eingereicht. Die FDP-Fraktion hat mit einem identischen Vorstoss im Nationalrat nachgedoppelt.

Wie reagiert die SVP?

«Wenn alles optimal läuft, können die Räte schon in der Sommer- oder Herbstsession darüber befinden», sagt Forster. Und sie fügt an: «Gespannt bin ich vor allem über die Reaktion der SVP.» Diese hatte gegen Burkhalters 11.AHV-Revision gestimmt, weil die Erhöhung des Frauenrentenalters an befristete Massnahmen für Frühpensionierungen gekoppelt war. «Ich erwarte, dass die SVP sich treu bleibt und jetzt den Vorstoss der FDP unterstützt», sagt Forster. Von der Erhöhung des Frauenrentenalters um ein Jahr verspricht sich die AHV Einsparungen von rund 800 Millionen Franken pro Jahr.