Marcel Siegrist

«Jetzt gilt es ernst, wir werden nun scharf kontrollieren und Tempo 30 durchsetzen», verspricht der Oberentfelder Gemeinderat Markus Burgherr. Er, der Verkehrsplaner Hans Rudolf Schilling und der Bauverwalter Markus Stuker informierten am Freitagabend am Uerkenweg über den Projektabschluss «Zone Tempo 30 im Gebiet Nord».

Nach 2001 (Gebiet Behmen/Tanngasse) und 2004 (Gebiet Ost) konnte damit die dritte Zone mit Tempo 30 in Oberentfelden in Betrieb genommen werden. Mit der Einführung dieser Tempozone, inklusive der Schönenwerderstrasse, können nun rund 80 Prozent der Oberentfelder Wohnbevölkerung von den Vorteilen wie mehr Sicherheit, weniger Lärm und dadurch von einer erhöhten Wohnqualität profitieren.

Auslöser für den Verfahrensablauf im Gebiet Nord war eine Eingabe von zahlreichen Bewohnern des Quartiers «Holz» im Dezember 2006. Diese schlugen Massnahmen zur Verminderung und Beruhigung des Verkehrs vor und forderten zugleich deren Umsetzung. Im März 2009 genehmigte der Gemeinderat schliesslich das Gesamtkonzept und im Sommer wurde die Zone Tempo 30 im Gebiet Nord realisiert.

Die Erfahrungen mit den Zonen Tempo 30 in Oberentfelden sind vorwiegend positiv. Auch die Anwohner haben nach verschiedenen negativen Reaktionen die Geschwindigkeitsbegrenzung mittlerweile akzeptiert. Es sind kaum noch negative Stimmen zu hören. Die Vorteile von Tempo 30 wurden von der Bevölkerung erkannt und die Begehren für die Durchsetzung der Geschwindigkeitslimite werden lauter. «Seit Einführung von Tempo 30 im Gebiet Nord konnte die mittlere Geschwindigkeit um sieben Stundenkilometer gesenkt werden», so Markus Stuker. Es habe aber immer noch «Ausreisser». So wurde mit dem Geschwindigkeits-Informationssystem im Oktober noch ein Autofahrer mit 73 km/h gemessen.