Irak

Fast 90 Tote bei Anschlägen im Irak - Al-Kaida-Anführer gefasst

Junge Irakerin steht unter Schock

Junge Irakerin steht unter Schock

Bei der verheerendsten Anschlagserie seit über einem Jahr sind im Irak mindestens 87 Menschen getötet worden. Zwei Selbstmordattentäter rissen iranische Pilger sowie zahlreiche bedürftige Iraker und Polizisten mit in den Tod.

In der Nähe der irakischen Stadt Baakuba, nordöstlich von Bagdad, starben nach Militärangaben mehr als 52 Menschen, als sich ein Attentäter in einem Restaurant in die Luft sprengte. Das Restaurant in Mukdadija bei Baakuba war den Angaben zufolge voll besetzt mit iranischen Pilgern, die auf dem Weg in die für Schiiten heilige Stadt Kerbela Rast machten.

Baakuba liegt in der Provinz Dijala, die als eine der gefährlichsten des Landes und Hochburg von Al-Kaida-Kämpfern gilt.

Besonders heimtückisch war der Anschlag in Bagdad, der sich gegen bedürftige Iraker richtete. Auf einem Platz in der Innenstadt starben nach Angaben der Sicherheitskräfte mindestens 34 Menschen, als ein Attentäter in einer Menschenmenge seine Sprengstoffweste zündete.

Unterdessen nahm die irakische Armee nach eigenen Angaben den mysteriösen Anführer des Terrornetzwerkes Al-Kaida im Irak, Omar al Bagdadi, fest. Er sei nach einem Tipp aus Geheimdienstkreisen in Bagdad gefasst worden, sagte ein Armeesprecher.

Die irakischen Behörden hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach den Tod oder die Festnahme Bagdadis verkündet, was sich dann aber als Falschmeldung herausstellte. Das US-Militär zweifelte 2007 sogar an, dass der Al-Kaida-Führer überhaupt existiert.

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