Fast 6 Millionen Franken im Plus

Fast 6 Millionen Franken im Plus

Die NOK spült der Gemeinde Döttingen erneut viel Geld in die Kasse

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Die NOK spült der Gemeinde Döttingen erneut viel Geld in die Kasse

Geldsorgen braucht sich Döttingen nach wie vor keine zu machen. Trotz rekordverdächtig tiefem Steuerfuss schliesst die Rechnung der Einwohnergemeinde um 5,852 Mio. Franken besser ab als budgetiert. NOK-Steuern sei Dank.

Durch die Steuerfussreduktion auf 60 Prozent sind in Döttingen die Steuern 2008 der natürlichen Personen zwar um 1,2 Mio. Franken tiefer ausgefallen als im Vorjahr. Trotzdem: Mit den Steuern der Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK) beträgt der gesamte Aktiensteuerertrag 11,928 Mio. Franken - und übertrifft das Budget um 3,9 Mio. Franken.

Der Überschuss von 5,852 Mio. Franken wurde für Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen und als Einlage ins Eigenkapital verwendet. Letzteres beträgt per Ende Jahr 13,274 Mio. Franken. «Diese komfortable Reserve erlaubt der Gemeinde, künftige Aufgaben zur Entwicklung anzupacken und allfällige Steuerschwankungen aufzufangen», haben Finanzverwalter Viktor Umbricht sowie Gemeinderat Ueli Bugmann an einer Presseorientierung gestern Dienstagmorgen festgehalten. «Unserer Gemeinde geht es sehr gut.»

Der Fonds für Regionale Aufgaben konnte mit 2,5 Mio. Franken gespiesen werden. Zur Erinnerung: Ziel ist es, mit diesen Geldern finanzschwache Gemeinden in der Nachbarschaft, Gemeindeverbände sowie Projekte und besondere Aufgaben mit regionaler Bedeutung zu unterstützen. Im November des letzten Jahres hat die Gemendeversammlung die Bildung des Fonds bewilligt. In diesem Jahr wird das Reglement zur Beschlussfassung unterbreitet.

Die Eigenwirtschaftsbetriebe Abwasserbeseitigung, Abfallbewirtschaftung und Fernwärmeversorgung erwirtschafteten Ertragsüberschüsse. Bei der Waserversorgung wurde ein Aufwandüberschuss verzeichnet. Die Rechnung 2008 der Ortsbürgergemeinde schliesst um 95 138 Franken besser ab als budgetiert. Ende 2008 beträgt die Forstreserve 824 985 Franken.

Geschäftsleitung für Gemeinde

An der Presseorientierung hat Gemeindeammann Peter Hirt auch über die Klausurtagung des Gemeinderates berichtet. Diese hat unter dem Titel «Strategien für die Zukunft von Döttingen» stattgefunden. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Strukturen und die Arbeitsabläufe innerhalb des Gemeinderates und der Verwaltung zu optimieren und zu modernisieren. Vorgesehen ist, eine Geschäftsleitung einzuführen, die sich um das Tagesgeschäft kümmert.

Anders gesagt: Die Verwaltung erhält mehr Kompetenzen, wird flexibler und kann Entscheide schneller fällen. Der Gemeinderat seinerseits hat die Möglichkeit, sich vermehrt um strategische Überlegungen zu kümmern. «Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass Döttignen ein modernes Führungsinstrument braucht», meinte Peter Hirt. Dieses werde zusammen mit den Abteilungsleitern entwickelt und voraussichtlich auf den 1. Januar 2010 eingeführt.

Ebenfalls hat sich der Gemeinderat Gedanken zu anstehenden Projekten gemacht. Döttingen wird in einer regionalen Arbeitsgruppe Einsitz nehmen, die den Bedarf einer regionalen Sportanlage abklärt. In der Region, so hielt Ammann Hirt fest, hätten verschiedene Vereine ihre Bedürfnisse für zusätzliche Platzangebote angemeldet.

Alle Gemeinderäte treten an

Im Weiteren soll analysiert werden, ob die Gemeinde das Label Energiestadt erreichen möchte. Bis Ende Jahr werden die Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. Diskutiert wurde daneben auch über die Gemeindeliegenschaften. Für die Weiterverwendung des alten Gemeindehauses wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eine Sanierung und die Nutzung für Gemeindezwecke prüft. «Gerne würde der Gemeinderat auch den Ausbau des Altersheims anpacken», fuhr Hirt fort. Leider aber seien die Kaufsverhandlungen ins Stocken geraten.

Thematisiert wurden daneben gemäss Hirt verschiedene personelle Aspekte. Es habe sich herausgestellt, dass Dank der an der letzten Gemeindeversammlung genehmigten Erhöhung der Stellen und dank den in den Zwischenzeit neu angestellten Personen mit keinen weiteren Engpässen zu rechnen sei. Bei der Erneuerungswahl im Herbst werden sich die vier bisherigen Gemeinderatsmitglieder Peter Hirt, Lilli Knecht, Ueli Bugmann und Mike Spannagel für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellen. Der Ende März gewählte Gemeinderat Meinrad Keller wird seine Tätigkeit am 20. April aufnehmen.

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