FAO: Weltmeere immer mehr ausgebeutet - Gefahren durch Klimawandel

80% der Fischbestände sind überfischt

80% der Fischbestände sind überfischt

Rund 80 Prozent der Fischbestände in den Weltmeeren sind überfischt oder bis an die Grenzen ausgebeutet. Tendenz steigend. Zugleich sind die Fischereinationen nur ungenügend auf die Folgen des Klimawandels für die Meerestiere vorbereitet.

Das geht aus dem neuen Fischereireport der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hervor. "Überkapazitäten sind das Schlüsselproblem, also zu viele Boote bei hocheffektiven Fangtechnologien", warnt der in Rom veröffentlichte Bericht zur Lage der Weltfischerei.

Die Organisation ruft die Fischindustrien und die Staaten deshalb dringend auf, die freiwilligen Richtlinien für eine verantwortliche Fischerei von 1995 einzuhalten und auszubauen.

Einen besonderen Schwerpunkt legt der Bericht auf die Folgen der Erderwärmung. "Die Fischerei muss mit dem Klimawandel und seinen Folgen rechnen und sich mit neuen Strategien anpassen", so der Bericht.

Ernste Probleme seien für die stark vom Fischfang abhängigen Regionen zu befürchten, sobald deren lokale Fischgründe wegen des Klimawandels schrumpften oder sich verlagerten.

Der Klimawandel habe bereits jetzt einen Einfluss auf die weltweite Verteilung der Meeres- und Süsswasserfische, warnt der FAO-Berichterstatter Kevern Cochrane. "Warmwasser-Arten wandern mehr zu den Polen, was ihren Lebensraum und ihre Produktivität verändert."

Der Klimawandel wirke sich auch auf die saisonale Entwicklung der biologischen Prozesse im Wasser und damit auf die Fischbestände aus, "mit unvorhersehbaren Folgen für die Fischindustrie."

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