Migration
Familiennachzug: Flüchtlinge müssen vermehrt zum DNA-Test

Beobachtungs- und Beratungsstellen berichten, dass Flüchtlinge zunehmend mittels DNA-Tests ihre Verwandtschaft prüfen lassen müssen, bevor ihre Familien nachziehen können. Davon seien besonders Eritreer betroffen.

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Aus dem Wangenschleimhaut-Abstrich kann ein DNA-Profil erstellt werden. (Symbolbild)

Aus dem Wangenschleimhaut-Abstrich kann ein DNA-Profil erstellt werden. (Symbolbild)

REUTERS

Auch regional gibt es Unterschiede: So geben Rechtsberatungen aus den Kantonen Zürich und Aargau an, dass fast alle Flüchtlinge zum Test gebeten würden, während in der Westschweiz keine starke Zunahme festgestellt wurde. Wie eine Recherche der «Sonntagszeitung» zeigt, bestätigen auch mehrere vom Bund anerkannten Labors zunehmende Tendenzen.

Die Deutschschweizer Migrationsbehörden, die für anerkannte Flüchtlinge zuständig sind, wollen von der Zunahme nichts wissen: Es komme jährlich zu einzelnen Tests. Eine genaue Statistik werde aber nicht geführt.

Das Staatssekretariat für Migration, welches für die vorläufig aufgenommen Flüchtlinge zuständig ist, bezieht ebenfalls aufgrund fehlender statistischer Elemente keine Stellung.