Die Betrügerin hatte sich seit dem 10. April 2017 mehrmals täglich mit der 81-jährigen Frau in Verbindung gesetzt, wie die Kantonspolizei in ihrer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Sie sprach hochdeutsch mit süddeutschem Akzent und gab sich als Polizistin der Kriminalpolizei Zürich aus. Zwei Wochen lang führte sie jeden Tag mehrstündige Telefongespräche mit der älteren Frau. Dabei teilte ihr die angebliche Polizistin mit, dass es jemand auf ihr gesamtes Vermögen abgesehen hätte und auch Angestellte der Bank darin verwickelt seien.

Sie machte der Frau glaubhaft, dass ihr Vermögen nicht mehr sicher sei. Zudem wies sie die Frau an, mit niemandem darüber zu sprechen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Sie sagte ihr, zu ihrem Schutz würde sie permanent überwacht.

Sie brachte die Frau dazu, Goldmünzen, Schmuck und Uhren sowie Bargeld bei sich zuhause an einen Unbekannten zu übergeben. Der 81-jährigen Frau wurde versprochen, dass sie die Wertgegenstände nach einigen Tagen zurückerhalten würde.

Nachdem sich die angebliche Polizistin nach der Übergabe noch einmal gemeldet hatte, herrschte Funkstille. Schliesslich realisierte die Dame, dass sie Opfer eines Betruges geworden ist und erstattete Anzeige.