Verfahren

Fall «Carlos»: Drei Ärzte wegen Freiheitsberaubung angeklagt

Der 17-jährige Brian in einem SRF-Dokumentarfilm, der den Fall «Carlos» der Öffentlichkeit publik machte.

Der 17-jährige Brian in einem SRF-Dokumentarfilm, der den Fall «Carlos» der Öffentlichkeit publik machte.

Im Fall «Carlos» wurde von der Oberstaatsanwaltschaft ein Verfahren gegen drei Ärzte der psychiatrischen Uniklinik Zürich eingeleitet. Es geht um eine mutmassliche Freiheitsberaubung.

Der Anwalt von Brian, wie «Carlos» mit bürgerlichem Namen heisst, bestätigte dies gegenüber dem SRF Regionaljournal Zürich Schaffhausen: «Den drei Ärzten wird vorgeworfen, sie hätten Freiheitsberaubung begangen.» Im Alter von 16 Jahren sei Brian 13 Tage lang auf einem Bett fixiert worden. Die Zürcher Staatsanwaltschaft fordere Freiheitsstrafen zwischen 7 und 14 Monaten.

Der Fall «Carlos» beschäftigt die Schweiz bereits seit 2013, als eine Reportage des Schweizer Fernsehens eine Debatte über den Aufwand der Resozialisierung von Straftätern auslöste. Der damals 17-jährige Brian war bereits wegen mehrerer Delikte verurteilt, unter anderem verletzte er einen Passanten schwer mit einem Messer. Seine Betreuung in einem Sondersetting, das monatlich 29'000 Franken kostete, stiess auf Kritik.

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