Daniel von Känel

«Wir haben zu wenig Platz», sagte Eric Weil von der Fachstelle für persönliche Beratung. Es sei nicht zu verantworten, die Fachstelle bei diesen Raumverhältnissen zu führen. So wurde der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Sozialdienste Bezirk Rheinfelden ein Zusatzkredit beantragt, damit die Fachstelle neue Räumlichkeiten beziehen kann. Es besteht die Absicht, ins Dienstleistungszentrum B-15 in Rheinfelden zu ziehen. Derzeit ist diese Fachstelle am Zollrain eingemietet. Die Abgeordneten stimmten dem Antrag zu.

Ja sagten sie auch zu den Erhöhungen der Stellenpläne um je 20 Prozent bei der Fachstelle für persönliche Beratung und der Amtsvormundschaft. Die zusätzlichen 20 Prozent bei der Amtsvormundschaft werden damit begründet, dass bei der Reorganisation im 2006 das Pensum bei der Buchhaltung nicht erhöht worden, der Aufwand in der Zwischenzeit aber gestiegen ist. Die 20 Prozent bei der Fachstelle für persönliche Beratung betrifft das Sekretariat. Damit wolle man die Beraterinnen und Berater von administrativen Aufgaben entlasten.

Normalität hält Einzug

Nach etlichen turbulenten Jahren sei festzustellen, dass auf der Amtsvormundschaft langsam ein einigermassen normaler Arbeitsalltag Einzug halte, heisst es im Jahresbericht. Unter anderem sei auf den 1. April 2008 die Neuregelung des Verwaltungskostenreglements eingeführt worden. Als weitere Massnahme zur Vereinheitlichung interner Arbeitsabläufe sei die Berichterstattung optimiert worden. Die interne Buchhaltung sei im Berichtsjahr durch eine neutrale Treuhandfirma geprüft worden. Die Statistik weise gegenüber dem Vorjahr eine überdurchschnittliche Steigerung der Neumandate aus. 129 Zugänge waren es, im vorangehenden Berichtsjahr waren es 119. Die Beistandschaften hätten leicht zugenommen, die übrigen vormundschaftlichen Massnahmen hingegen seien rückläufig oder stagnierend.

Per 1. Januar 2008 hat die Schulsozialarbeit seine Tätigkeit als eigene Fachstelle aufgenommen. So sei das Jahr 2008 von der Erarbeitung von Strukturen, Abläufen sowie von der Teamentwicklung geprägt gewesen, heisst es im Jahresbericht. Zwei neue Mandate seien akquiriert worden: Die Primarschule Kaisten mit einem Stellenpensum von 20 Prozent und die Primarschule Rheinfelden mit einem Pensum von 40 Prozent. Da nicht alle Gemeinden im Bezirk Rheinfelden, dafür aber einige im Bezirk Laufenburg Dienste des Schulsozialdienstes in Anspruch nehmen, wird er separat budgetiert und nur den betroffenen Gemeinden weiterverrechnet.

Die Rechnung 2008 weist bei der Amtsvormundschaft wie beim Schulsozialdienst positive Abweichungen gegenüber dem Budget auf. Die Rückerstattung bei der Mütter- und Väterberatung ist auf Versicherungsleistungen für den krankheitsbedingten Ausfall einer Mitarbeiterin zurückzuführen. Bei der Verbandskasse ist die Ausfinanzierung der Aargauischen Pensionskasse ersichtlich. Bei den übrigen Dienststellen liegen die Finanzen im Rahmen des Budgets.