Er habe ganz anders ausgesehen als auf dem Fahndungsfoto, was fünf Jahre alt sein soll, heisst es. Fabrice A. wurde im Auto festgenommen, das dem Genfer Spital gehört und mit welchem auch die Sozialtherapeutin Adeline zur Arbeit gefahren ist.

Laut «Le Matin» hat Fabrice A. in seiner Zelle eine Notiz gelassen, auf welchem er einen möglichen Fluchtweg von Genf über Basel nach Dublin skizzierte. Ob dieser Weg dazu diente, Verwirrung zu stiften oder ob er ihn tatsächlich hat einschlagen wollen, bleibt ein Rätsel.

Nach Irland ist er aber schon einmal gereist, genauer nach Dublin, wo er Freunde haben soll. Im September 2001 ist Fabrice dorthin geflohen, nachdem er seine Schweizerin in einem Wald bei Ferney-Voltaire vergewaltigte, am selben Ort übrigens, an dem er schon zwei Jahre vorher seine erste Vergewaltigung beging.

Genf verlassen hat der 39-Jährige mit 250 Franken in der Tasche wohl lange vor 16 Uhr, denn dann löste die Genfer Polizei den Alarm aus. Um 11 Uhr hat man die Sozialarbeiterin Adeline noch mit Fabrice gesehen, an der Rue du Marché in Genf, wo sie ihn in ein Geschäft begleitet haben soll.

Ex-Therapeutin gesucht

Gemäss der österreichischen Nachrichtenagentur apa hat der 39-Jährige in Polen möglicherweise nach einer ehemaligen Therapeutin gesucht. Die Polin habe sich in der Vergangenheit um den 39-jährigen gekümmert, sagte der Stettiner Polizeisprecher Przemyslaw Kimon am Montag zum möglichen Motiv für die tagelange Flucht von der Schweiz nach Polen. (cls/sda)