Auf 2000 Metern liegen an den Voralpen meist mehr als zwei Meter Schnee. Das entspricht rund 150 Prozent der üblichen Schneemenge, wie SRF Meteo am Montag mitteilte. In weiten Teilen der Alpen beträgt die Schneemenge rund 130 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Unterdurchschnittlich sind die Schneemengen im Unterengadin, in den Bündner Südtälern und im Tessin.

Aussergewöhnlich war die weisse Pracht auch im Flachland. An den Messstationen Zürich (160 Zentimeter) und St. Gallen (rund 320 Zentimeter) war die gesamte Schneemenge so gross wie seit Mitte der 1980er-Jahre nicht mehr.

Unten grau, oben grau

Der Eindruck eines strengen Winters wurde durch das trübe Wetter noch verstärkt. Auf der Alpennordseite verzeichneten die SRF-Meteorologen zum Teil nur rund 60 Prozent des "sonst schon spärlichen Sonnenscheins". Generell war es auch auf den Bergen oft grau.

Gemäss Zahlen von Meteoschweiz schien die Sonne in Zürich in den drei Wintermonaten Dezember, Januar und Februar nur während insgesamt 126 Stunden - rund 50 Stunden weniger als im langjährigen Durchschnitt (178 Stunden). Es geht aber noch schlimmer: Im Flachlandwinter 1969/70 wurden in Zürich nur gerade 83 Sonnenstunden gezählt.

Etwas blauer war der Himmel südlich der Alpen. Dort entsprach die Sonnenscheindauer laut SRF Meteo "immerhin dem Erwartungswert, mehr allerdings auch nicht".

Milde Weihnachten - Schlottern im Februar

Trotz frostigen Temperaturen im Februar war der Winter 2012/2013 nicht kälter als üblich. Die Meteorologen erinnern daran, dass es zwischen Mitte Dezember und anfangs Januar viel zu mild war für die Jahreszeit. Am ersten Januarwochenende wurde gar frühlingshafte Temperaturen gemessen - in Ascona war es bis 23 Grad warm.

Hingegen wurde keine spektakulären Tiefstwerte gemessen. Mit -31,4 Grad verzeichnete La Brévine NE einmal mehr die Tiefsttemperatur des Winters - 10 Grad wärmer als der "Schweizerrekord" von -41,8 Grad. An den übrigen langjährigen Messstationen wurde der Wert von -30 Grad nicht unterboten. Am kältesten war es im Mittelland am 10. Februar, als in Aadorf TG -19,8 Grad gemessen wurden.

Sehr kalt war es hingegen in der Höhe. Auf dem Jungfraujoch lag die Temperatur rund 3 Grad tiefer als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010.

Warten auf den Frühling

Zum Beginn des meteorologischen Frühlings am 1. März strömt in den nächsten Tagen etwas mildere Luft in die Schweiz. Spürbar ist dies zunächst vor allem in der Höhe: Auf 2000 Metern steigen die Temperaturen von -15 Grad bis auf Werte um 0 Grad. Im Mittelland setzt die Erwärmung zögerlicher ein. Noch sorgt der Hochnebel dafür, dass kaum Frühlingsgefühle aufkommen.

Der astronomische Frühling beginnt auf der Nordhalbkugel am 21. März - mit der Frühlings-Tag-und Nacht-Gleiche.