Dabei werden angreifende Bodentruppen auf Distanz bekämpft, zum Beispiel mit Präzisionslenkbomben. Die Luftwaffe ist dafür nicht mehr ausgerüstet, seit Mitte der 1990er-Jahre die Hunter-Kampfjets ausser Dienst gestellt worden sind.

Inzwischen scheint die Fähigkeit wieder gefragt: Der Gripen hätte ebenfalls Bodenziele bekämpfen können. Im Hinblick auf dessen Beschaffung sprach sich der Bundesrat vor drei Jahren dagegen aus, die F/A-18 für den Erdkampf nachzurüsten.

Mit dem Nein zum Gripen hat sich die Ausgangslage verändert. In einem am Montag veröffentlichten Bericht empfiehlt die Expertengruppe, schon mit dem F/A-18 für den Erdkampf zu trainieren. Die Wiedererlangung der verlorenen Erdkampffähigkeit daure längere Zeit, heisst es in dem Bericht. Würde sie erst mit dem neuen Kampfflugzeug aufgebaut, stehe sie frühestens 2030 zur Verfügung.

Gemäss den Experten ist es zudem einfacher, Knowhow zu erlangen mit einem Flugzeug, das Piloten und Bodencrews bereits kennen. Technisch hält sich der Aufwand offenbar in Grenzen. Der F/A-18 ist für den Erdkampf ausgelegt - das A in der Typenbezeichnung steht für attack, also Bodenangriff.

Für das Training müsste Übungsmunition und ein Bestand an Kriegsmunition beschafft werden. Am Flugzeug selber müsste gemäss dem Bericht lediglich die Software geändert werden. Die Anpassungen sollen im Rahmen der Nutzungsdauerverlängerung und im Rahmen des dafür vorgesehen Kostendachs vorgenommen werden. Die genauen Kosten kann die Expertengruppe derzeit nicht abschätzen.