Ex-Sowjetrepubliken gedenken Ende des Afghanistan-Krieges

Militärische Gedenkfeier in Moskau

Militärische Gedenkfeier in Moskau

20 Jahre nach Abzug der letzten sowjetischen Truppen aus Afghanistan haben in Russland und anderen Ex-Sowjetrepubliken Kriegsveteranen und Politiker der Opfer gedacht.

Im Zentrum von Moskau erinnerten Hinterbliebene und Veteranen bei einem Trauermarsch an die etwa 15 000 getöteten Soldaten der Sowjetarmee, wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete.

Der Kommandant der damals in Afghanistan eingesetzten 40. Armee, Boris Gromow, forderte von der russischen Führung mehr Fürsorge für die Veteranen. "Die Regierung muss sich um diejenigen kümmern, die sie in Krisenherde schickt", sagte Gromow der Agentur Interfax zufolge.

Bis heute ist das blutige Scheitern in Afghanistan ein Trauma für Teile der postsowjetischen Gesellschaft. Deshalb lehnt Moskau einen neuen Militäreinsatz in Afghanistan ab. Allerdings bot Russland den USA zuletzt mehr Unterstützung bei ihrem Anti-Terror-Kampf gegen die Taliban an.

Am 15. Februar 1989 hatten die letzten von insgesamt etwa einer halben Million Sowjetsoldaten nach fast zehn Jahren Krieg Afghanistan verlassen. Der russische Präsident Dmitri Medwedew forderte die ehemaligen Soldaten am Sonntag auf, sich mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen in der Gesellschaft einzubringen.

In Moskau legten am Grabmal des unbekannten Soldaten am Kreml Hinterbliebene Blumen und Kränze nieder. Auch in Weissrussland, Kasachstan, Armenien und der Ukraine erinnerten die Staatsführungen mit Schweigeminuten und Kranzniederlegungen an den Einsatz der Soldaten.

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