Deshalb werde er am 19. Juni eine unabhängige "politische Bewegung" ins Leben rufen und eine "politische Wende" einsetzen, sagte Villepin in Paris.

Präsident Sarkozy hatte tags zuvor seinen Kurs verteidigt. Trotz des schlechten Ergebnisses bei der Regionalwahl am Sonntag wäre "nichts schlechter als ein Kurswechsel" in seiner Politik, hatte der Präsident gesagt.

Die konservative UMP war in 21 von 22 Regionen im französischen Mutterland einem breiten Linksbündnis der Sozialistischen Partei (PS) unterlegen.

Villepin wird bei den Konservativen als Herausforderer von Sarkozy bei der nächsten Präsidentschaftswahl in zwei Jahren gehandelt. Er war von 2005 bis 2007 Regierungschef unter dem damaligen Staatschef Jacques Chirac gewesen und hatte neben Sarkozy um Chiracs Nachfolge gekämpft.

Ihre Rivalität trugen die beiden Männer auch vor Gericht aus: Villepin musste sich verantworten, weil er Sarkozy und weitere Persönlichkeiten in einer Rufmordaffäre in Verruf gebracht haben soll.

Die Richter sprachen den früheren Premierminister zwar im Januar frei, die Staatsanwaltschaft legte aber Berufung ein; ihm droht nun ein neuer Prozess.