Guatemala

Ex-Präsident von Guatemala soll Staatsgelder gewaschen haben

Ex-Präsident von Guatemala: Alfonso Portillo (Archiv)

Ex-Präsident von Guatemala: Alfonso Portillo (Archiv)

Der von den USA gesuchte Ex-Präsident Guatemalas, Alfonso Portillo, ist festgenommen worden. Sicherheitskräfte verhafteten Portillo im Badeort Punta de Palma im Norden Guatemalas, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen in Guatemala-Stadt erfuhr.

Portillo war von einem Gericht in New York am Montag wegen Geldwäsche und Untreue angeklagt worden. Auch in seiner Heimat muss er sich wegen Korruptionsvorwürfen verantworten.

Der 58-jährige Portillo soll während seiner Regierungszeit von 2000 bis 2004 dutzende Millionen Dollar an Staatsgeldern beiseite geschafft und bei mehreren Banken in den USA sowie in Europa gewaschen haben.

Die guatemaltekische Polizei hatte wegen eines Auslieferungsgesuchs der USA seit Sonntag nach Portillo gefahndet. Portillo war 2005 nach Mexiko geflohen, nachdem er seine Immunität verloren hatte. Im Oktober 2008 wurde er nach Guatemala ausgeliefert, wo er gegen Kaution bis zu Beginn seines dortigen Prozesses auf freiem Fuss bleiben sollte.

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