Der Vorfall ereignete sich gegen 12.45 Uhr in der Sektion Mürren-Birg, wie Valerie Burnier, Pressesprecherin der Schilthornbahn Medienberichte bestätigte.

In der bergwärts fahrenden Kabine befanden sich 28 Passagiere, in der talwärts fahrenden 40. Die beiden Kabinen wurden wegen des Defekts automatisch angehalten.

"Als klar war, dass der Defekt nicht sofort behoben werden konnte, haben wir uns zur Evakuierung entschlossen", führte Burnier aus. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Die Passagiere wurden mit Winden aus den Kabinen geholt und vom Helikopter dann zum Sammelpunkt auf dem Allmendhubel geflogen. Dort wurden die Gäste betreut und wenn nötig verpflegt.

Etwas bequemer hatten es die Gäste, die bereits auf dem Schilthorngipfel waren. Auch sie mussten zwar wegen des Bahndefekts ihren Rückweg auch mit dem Helikopter antreten. Ihnen blieb aber immerhin die luftige Windenaktion erspart. Sie konnten den Helikopter ganz normal besteigen.

Reperaturarbeiten im Gange

Insgesamt standen sechs Helikopter im Einsatz, wie Burnier sagte. Am späteren Nachmittag waren alle Gäste wohlbehalten wieder in Mürren.

Aktuell arbeitet die Bahn gemäss Burnier mit Hochdruck daran, den Defekt zu beheben. Wann die betroffene Sektion der Schilthornbahn wieder in Betrieb geht ist noch offen. Der Vorfall ereignete sich übrigens gerade, als die Bahngesellschaft ihre Generalversammlung abhielt.

Die Luftseilbahn fährt von Stechelberg im Lauterbrunnental in mehreren Sektionen hoch aufs Schilthorn. Die Sektion zwischen Mürren und Birg ist die längste und sehr steil. Die Bahn überwindet auf diesem Abschnitt eine Höhendifferenz von über 1000 Metern.

Wieder in Betrieb

Die Schilthornbahn ist nach der Panne vom Freitag wieder in Betrieb genommen worden. Seit Samstagmorgen verkehrt sie fahrplanmässig, wie Direktor Christoph Egger am Samstag auf Anfrage erklärte. Grund für die Panne war ein defektes Batterieladegerät.