Europas G-20-Staaten wollen lückenlose Kontrolle des Finanzsystems

Begrüssungsküsschen in Berlin

Begrüssungsküsschen in Berlin

Die wichtigsten EU-Länder haben sich laut Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Schritte für strengere Kontrollen der internationalen Finanzmärkte verständigt. Ziel sei es, das Vertrauen in die Märkte wiederherzustellen, sagte Merkel nach einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der führenden EU-Staaten in Berlin.

Die europäischen G-20-Staaten dringen auf eine lückenlose Kontrolle des weltweiten Finanzsystems. Alle Finanzmärkte, -produkte, Markteilnehmer, Hedgefonds und Ratingagenturen, sollen einer Aufsicht und Regulierung unterstellt werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Dort kam das Vorbereitungstreffen für den Weltfinanzgipfel in London Anfang April zum Abschluss.

Die Schweiz wird in London nicht mit am Tisch sitzen. Auf der am Freitag von der Gastgeberin des Gipfels, der britischen Regierung, im Internet veröffentlichten Liste der Teilnehmer steht die Schweiz nicht. Dies, obwohl sie unter den Finanzmärkten weltweit die 7. Position einnimmt.

Zur Verbesserung der Stabilität an den internationalen Finanzmärkte wollen die europäischen G-20-Mitgliedsländer Steueroasen austrocknen.

Ausserdem werden verbindliche Richtlinien für Bonuszahlungen von Managern angepeilt. Erforderlich seien neue und transparente Anreizsysteme, die sich an langfristigen Geschäftsergebnissen orientierten.

An dem Treffen auf Einladung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel nahmen die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien, den Niederlanden und Luxemburg sowie die tschechische EU-Ratspräsidentschaft teil.

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) hatten sich Mitte November in Washington auf eine umfassende Neuordnung der Finanzmärkte geeinigt. Beim Folgetreffen in London am 2. April soll ein erster Entwurf stehen.

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