Griechenland

Euro-Länder einig über Modalitäten für Griechenland-Hilfe

Die Euro-Staaten sind sich über Griechenland-Hilfe einig

Die Euro-Staaten sind sich über Griechenland-Hilfe einig

Der Plan für die Griechenland-Nothilfe steht: Nach Informationen aus Delegationskreisen gibt es eine grundlegende Einigung der Euro-Länder über Zinshöhe und Kreditumfang. Ende kommender Woche soll beim EU-Finanzministertreffen in Madrid Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Wie das staatliche griechische Radio und das Fernsehen berichteten, soll es bei den Kredithilfen um 20 bis 25 Milliarden Euro kombinierte Gelder der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit längerer Laufzeit gehen - zu einem Zinssatz von 5,1 Prozent, wesentlich niedriger als Athen bislang aufbringen musste, um Kredite an den Finanzmärkten zu erhalten.

Wie dringend Hilfszusagen für Griechenland sind, machte eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten Landes deutlich. Die Ratingagentur Fitch senkte die Bonitätsnote für griechische Staatsanleihen von bisher "BBB+" auf ein denkbar schlechtes "BBB-", das nur für hochriskante Anleihen vergeben wird.

Die Agentur begründete ihr Vorgehen mit schlechteren Aussichten für das wirtschaftliche Wachstum Griechenlands und die gestiegenen Refinanzierungskosten. Ein glaubwürdiges Angebot finanzieller Hilfe sei für Griechenland unentbehrlich, hiess es in dem Bericht der Agentur.

"Wir sind bereit, einzugreifen, wenn die Griechen das wünschen", sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy der Zeitung "Le Monde". Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten Ende März vereinbart, Griechenland notfalls mit Finanzhilfen des IWF und der Euro-Staaten unter die Arme zu greifen.

Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinou betonte, sein Land plane derzeit nicht, die Nothilfen in Anspruch zu nehmen. Doch an den Finanzmärkten hält sich hartnäckig die Angst vor einem Crash Griechenlands.

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