Nach der Aufnahme sollen die Flüchtlinge, so der Plan, auf alle europäischen Staaten aufgeteilt worden. In die Arbeiten der EU-Kommission in Brüssel ist auch die Schweiz involviert. Sie meldete ihr grundsätzliches Interesse am Pilotprojekt an und erklärte, eine Beteiligung zu prüfen, sobald das Projekt konkretisiert sei, wie zwei gut informierte Personen unabhängig voneinander der "NZZ am Sonntag" sagen.

Das hiesse, dass die Schweiz einen Teil der 10'000 syrischen Flüchtlinge aufnehmen würde. Wird das Vorhaben der EU umgesetzt, kommt es in zweierlei Hinsicht einem Durchbruch gleich: Einerseits ist es ein humanitärer Akt von ganz Europa, andererseits eine Neuorganisation der Asyllasten unter den europäischen Staaten. Heute gilt in diesem Bereich das Dublin-System. Gemäss dem System ist dasjenige Land für einen Asylsuchenden und dessen Asylverfahren verantwortlich, über das dieser nach Europa gereist ist.