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EU-Landwirtschaftsminister wollen Klonfleisch-Vermarktung regeln

Klonfleisch ist nicht auf dem EU-Markt

Klonfleisch ist nicht auf dem EU-Markt

Die Europäische Union will die Vermarktung von «Klonfleisch» regulieren. Die Landwirtschaftsminister der 27 Mitgliedstaaten einigten sich in Luxemburg auf ein entsprechendes gemeinsames Vorgehen.

Derzeit gibt es in Europa keine Fleisch- oder Milchprodukte von geklonten Tieren oder ihren Nachkommen auf dem Markt. Aufgrund einer Regelungslücke wäre es laut EU-Experten aber theoretisch möglich, Produkte von Nachkommen geklonter Tiere in die Supermärkte zu bringen.

Das geplante Gesetz sieht jetzt vor, zunächst Produkte von geklonten Tieren sowie der ersten Generation ihrer Nachkommen mit dem EU-üblichen Anmeldeverfahren über die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zuzulassen.

Gleichzeitig soll die EU-Kommission aber einen Vorschlag für das künftige Vorgehen bei "Klonfleisch" erarbeiten und gegebenenfalls einen Gesetzesentwurf vorlegen. Das Europaparlament muss diesem Vorgehen noch zustimmen. Eine zweite Lesung ist frühestens ab Herbst möglich.

Bis jetzt darf Fleisch oder Sperma von Nachkommen geklonter Tiere in die EU und die Schweiz importiert werden. Ein Fall hatte in diesem Zusammenhang in der Schweiz für Wirbel gesorgt. 2005 waren einige hundert Dosen Sperma des Sohnes einer geklonten Kuh eingeführt worden.

Danach hatten die Zuchtorganisationen in einer freiwilligen Vereinbarung beschlossen, dass der Sperma-Import eine einmalige Sache gewesen sei. Bei den weiblichen Nachkommen des "Klonsohns" gab es einen entsprechenden Vermerk in den Abstammungspapieren.

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