Das zeigt die Auswertung der «Sonntagszeitung» einer seit 1993 kontinuierlich erhobenen Umfragereihe des Instituts Isopublic. So unpopulär wie 2012 war die EU noch nie in der Schweiz.

Auch der EWR-Beitritt, den das Stimmvolk vor 20 Jahren mit 50,3 Prozent ablehnte, fällt massiv durch: Würde heute abgestimmt, wollten knapp 32 Prozent dazugehören. In der traditionell europafreundlichen Romandie zeigen sich dieselben Tendenzen.

Bis 2008 sprach sich dort eine satte Mehrheit von 60 Prozent für den EWR-Beitritt aus - heute sind es noch 41,5 Prozent. Die Schweiz befinde sich europapolitisch «in der Sackgasse», sagt FDP-Nationalrätin Christa Markwalder. Sie plädiert für einen «EWR light». Alt-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey (SP) sieht derzeit keine Alternative zu den Bilateralen. SVP-Patron Christoph Blocher rechnet mit einer Europa-Abstimmung in den nächsten Jahren. «Ich werde mich wieder engagieren.» (rsn)