Die BA lastet dem Professor ungetreue Amtsführung, ungetreue Geschäftsbesorgung und Verletzung des Berufsgeheimnisses an. Die in Auftrag gegebenen Arbeiten seien von den Unternehmen in den Laboren und mit Hilfe der Ausstattungen der Universität getätigt worden.

Die abgschlossenen Entwicklungs- und Forschungsverträge hätten den Unternehmen das alleinige geistige Eigentum an den Forschungsergebnissen garantiert, Lizenzen seien auf den Namen der Firmen eingetragen worden.

Zudem habe der Professor an Unternehmen wissenschaftliche Informationen übermittelt, von denen er aufgrund seiner Stellung als ordentlicher Professor Kenntnis gehabt habe. Die Verhandlung in Bellinzona ist auf vier Tage angesetzt, das Urteil soll am 10. September verkündet werden. Das Gericht tagt in Dreierbesetzung.