Roman Huber

Mit einem Gesamttotal von 33,57 Mio. Franken liegt das Budget 2010 knapp unter dem Rechnungsergebnis von 2008. Kostenseitig hatten sich die Abteilungen ans Sparprogramm zu halten. «Mehr Luft gibt es in diesem Budget nicht», kommentiert Vizeammann Hans Ruedi Hess die Zahlen für 2010. Zumal es sich kostenseitig zu einem grossen Teil um gebundene bzw. vom Kanton vorgeschriebene Ausgaben handelt.

Schuldenabbau hat Priorität

Für das kommende Jahr ist der Gemeinderat mit den Investitionen von über 10 Mio. Franken auf unter 1 Mio. heruntergefahren. Es seien Vorhaben, die nicht dringend notwendig gewesen seien, auf später verschoben worden, sagt Hess. Das ermöglicht es jedoch, rund 2,5 Mio. Franken zusätzlich für den Schuldenabbau zu verwenden, womit dieser per Ende 2010 nochmals massiv gesenkt werden könne. Ziel des Gemeinderates sei es, in den Schuldenbereich von 2007 (ca. 16 Mio. Franken) zu gelangen, wie er sich präsentierte, bevor das Loch in der Aargauischen Pensionskasse gestopft werden musste.

Optimistisch bei den Steuern

Die gegenwärtige Situation erlaubt eine optimistischere Einschätzung bei den Steuern. Diese sollen gegenüber dem Budget 2009 um 1,249 Mio. Franken (5,63%) und gegenüber der Rechnung 2008 um 824 000 (3,64%) höher zu liegen kommen. Der Steuerfuss von 98% wird beibehalten. Eher rückläufig seien hingegen die Aktiensteuern, erklärt Finanzchef Bernhard Wehrli. Im üblichen Rahmen bewegt sich mit 716 000 Franken der Betrag, den Obersiggenthal in den kantonalen Finanzausgleich zu bezahlen hat.

Für Lohnerhöhungen will der Gemeinderat 1 Prozent der Lohnsumme verwenden. Der Personalaufwand ist dagegen leicht unter dem Rechnungsbetrag von 2008 budgetiert. Der Sachaufwand kommt jedoch um 0,5 Mio. Franken höher zu liegen. Verschiedene Kostenbeträge standen bei der Budgetierung zur Diskussion, so beispielsweise die Skilagerbeiträge. Beim Abwägen von Kosten und Nutzen wurde dieser wie auch andere im Budget 2010 belassen.

Die Finanzkommission hat sich zum Budget bereits vernehmen lassen. Sie stellt sich hinter die Budgetanträge des Gemeinderates. Allerdings wünscht sie, dass die 1,5 Mio. Franken an verschobenen Investitionen ersichtlich ausgewiesen werden.