Tiefbau

«Es muss stadtverträglich sein»

Visuelle Aufwertung und verbesserte Sicherheit sind die beiden Elemente, welche die neusten drei Tiefbauprojekte in Dietikon miteinander verbinden.

Bettina Hamilton-Irvine

«Der Verkehr soll rollen; aber das Ganze muss stadtverträglich sein. Es geht auch um eine optische Aufwertung des Stadtbildes.» So erklärt Stadtpräsident Otto Müller die Hauptmotivation hinter den neusten Tiefbauprojekten in Dietikon.

Ein besonders auffälliges Projekt ist die Umgestaltung der Zürcherstrasse - welche täglich von rund 1000 Autos benutzt wird. Nun soll die vielbefahrene Kantonsstrasse mit einem so genannten Mehrzweckstreifen, der durch bepflanzte Mittelinseln unterbrochen wird, optisch attraktiver sowie vor allem übersichtlicher und sicherer gemacht werden. Als Vorbild dient dabei die Badenerstrasse, wo sich der Mehrzweckstreifen, der zum Einspuren benützt werden kann, sehr bewährt hat, wie Müller sagt.

Insgesamt sieben solcher Inseln sollen die Zürcherstrasse zwischen dem Bahnhof Glanzenberg und dem Dietiker Zentrum visuell beruhigen - und dafür sorgen, dass die Strasse nicht zu überhöhter Geschwindigkeit verleitet. «Die Zürcherstrasse ist im Moment beliebt als Raserstrecke», erklärt Stadtingenieur Andreas Hofmann: «Dies soll sich durch die Umgestaltung ändern.»

Zürcherstrasse: Beruhigung

Abgesehen von der Bepflanzung bereits fertig gestellt ist das Projekt im Bereich der Überbauung Trio. Im verbleibenden Teil der Strasse haben die Bauarbeiten diese Woche angefangen und sollten in einem Monat abgeschlossen sein. Obwohl die Zürcherstrasse eine Kantonsstrasse ist, muss die Stadt Dietikon die gesamten Kosten für die Umgestaltung selber berappen: Der Kredit dafür beträgt 200 000 Franken. Der Kanton hat lediglich sein Einverständnis gegeben.

Merkurstrasse: Anbindung

Ebenfalls um mehr Sicherheit und eine optische Umgestaltung geht es beim Projekt Merkurstrasse, welche durch das dort entstehende Bezirksgebäude an neuer Bedeutung gewinnt. «Das Bezirksgebäude ist für die Stadt sehr wichtig», erklärt Stadtingenieur Hofmann: «Deshalb wollen wir es besser anbinden.» So soll ein neuer Fussgängerstreifen, der zum Haupteingang des Bezirksgebäudes führt, einen direkten Weg zum Bahnhof garantieren. Neu entstehen ausserdem zwei Inseln, wovon eine mit Bäumen bepflanzt wird. Diese sollen abgesehen von einer visuellen Aufwertung auch zu einer Senkung der Fahrgeschwindigkeit führen. «Der Autofahrer wird geführt und fährt automatisch langsamer», so Müller.

Die Bauarbeiten für dieses Projekt beginnen am kommenden Montag, den 12. Oktober, und dauern etwa vier Wochen. Während dieser Zeit wird eine Spur geschlossen bleiben und der Verkehr teilweise über die Untere Reppischstrasse umgeleitet.

Parkplatz Badstrasse: Ökologie

Ins Konzept der optischen Aufwertung des Stadtbildes passt auch ein drittes Projekt: die Parkplatzsanierung an der Badstrasse. Bisher waren die Parkfelder zu eng markiert, der Belag uneben und die Bäume mehrheitlich krank. Nun wurde der Belag saniert und aus ökologischen Gründen mit zwei kiesbedeckten Versickerungsflächen versehen. «Wir wollen sicherstellen, dass das Wasser vor Ort versickert», erklärt Müller das Konzept.

Neu bietet der Parkplatz statt 117 noch 102 Parkfelder und acht zusätzliche an der Badstrasse - alle in normkonformer Grösse. Der Parkplatz ist bereits wieder offen und soll Anfang November noch mit 16 einheimischen Ahornbäumen bepflanzt werden.

Meistgesehen

Artboard 1