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«Es gibt viele sehr gut integrierte Kosovo-Albaner»

Der Lehrer und CDK-Mitglied Llesh Duhanaj (Foto: Remo Nägeli)

Der Lehrer und CDK-Mitglied Llesh Duhanaj (Foto: Remo Nägeli)

Der Lehrer Llesh Duhanaj spricht über die neue CVP-Vereinigung Christlich-Demokratische Kosovaren (CDK), Integration, das Image seiner Landsleute und seine politischen Ambitionen.

Herr Duhanaj, heute rufen Sie mit anderen kosovarischen Secondos die CVP-Vereinigung Christlich-Demokratische Kosovaren (CDK) ins Leben. Wozu?

Llesh Duhanaj: Wir haben festgestellt, dass viele Kosovo-Albaner das politische System der Schweiz nicht besonders gut kennen. Das wollen wir ändern. Und wir möchten uns mit Projekten in den Bereichen Integration, Schule und Erziehung engagieren.

Ihre Vereinigung ist Teil der Luzerner CVP-Sektion. Gibt es denn viele christliche Kosovaren?

In der Schweiz sind es 20000, die meisten von ihnen sind katholisch. Mit der CVP verbindet uns die gemeinsame christliche Basis. In Fragen der Integration verfolgen wir einen ähnlichen, lösungsorientierten Ansatz.

Stichwort Integration: Das Image der Kosovo-Albaner in der Schweiz ist nicht das beste – woran liegt das?

Gründe dafür gibt es etliche. Aus meiner Sicht setzt sich erfolgreiche Integration aus zwei Komponenten zusammen: der Offenheit der Schweizer und der Anpassungsfähigkeit der eingewanderten Person. Sowohl die Kosovaren als auch wir Schweizer haben noch nicht die bestmögliche Lösung gefunden.

Sie formulieren es diplomatisch.

Auch die Medien können ihren Teil dazu beitragen, indem sie mehr positive Beiträge veröffentlichen. Es gibt viele Kosovo-Albaner, die sehr gut integriert sind! In unserem Vorstand sitzen Lehrer, Assistenzprofessoren und studierte Chemiker.

Haben Sie persönlich Ambitionen auf ein politisches Amt?

Zurzeit nicht. Wir stecken mitten in der Gründungsphase und möchten vor allen Dingen unsere Visionen umsetzen. (LHN)

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