Swisscube war am 23. September 2009 von einer indischen Rakete ins All gebracht und dort abgesetzt worden. Ein paar Stunden später stellte sich laut der ETH Lausanne jedoch heraus, dass der von Studenten mehrerer Schweizer Hochschulen entwickelte Würfel sich zu schnell um seine eigene Achse drehte, um Bilder aufnehmen zu können.

Als Ursache vermuten die Projektverantwortlichen Probleme bei der Abkoppelung von der Trägerrakete oder beim Ausfahren der Antenne. Die Forscher und Studenten mussten warten, bis sich die Drehbewegung des Satelliten von selbst verlangsamte. In der Schwerelosigkeit des Weltalls dauerte dies bis im November 2010.

Bis dahin waren jedoch bestimmte Funktionen des Satelliten ausgefallen. Erst Anfang 2011 gelang es, das System neu zu starten und zu stabilisieren. Nun endlich treffen die ersten, laut der Medienmitteilung sehr deutlichen Fotos des so genannten Airglows ein.

Swisscube soll dieses auch Nachthimmelleuchten genannte Phänomen in den oberen Schichten der Erdatmosphäre genauer erforschen. Der grösste Erfolg des Programms sei aber ein pädagogischer, schreiben die Beteiligten. Denn über 200 Studenten arbeiteten gemeinsam an der Lancierung dieses ersten Schweizer Satelliten.