In der Nacht auf Samstag meldete sich der Winter definitiv auch im Mittelland. Am frühen Samstagmorgen gab es kräftige Schneefälle bis in tiefe Lagen. 

Es schneit zum Teil kräftig auch bis in unter 500 Meter.

Laut Gaudenz Flury von SRF Meteo lag am Samstagmorgen von Genf bis zum Bodensee verbreitet eine dichte Schneedecke. Der höchste Wert wurde in Koppigen bei Bern mit 8 Zentimetern gemessen. In Payerne VD lagen 5 und in Genf 3 Zentimeter.

Pech hatten die Basler: Regen weichte die 2 Zentimeter dicke Schneedecke schnell wieder auf. Insgesamt am meisten Schnee fiel im Unterwallis, während das Tessin grün blieb.

Der Wetterdienst rechnet damit, dass die Schneefallgrenze im Verlauf des Tages steigt - auf 600 bis 800 Meter. Dazu bläst relativ kräftiger Südwestwind.

Auch in der Nacht auf Sonntag schneit es noch einmal bis ins Flachland. Über das ganze Wochenende rechnen die Meteorologen mit 5 bis 15 Zentimetern Neuschnee im Flachland und mit 20 bis 40 Zentimeter in den Bergen. Im Berner Oberland und im Wallis sind lokal bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.

"Frostig und winterlich"

Und diesmal soll der Schnee liegen bleiben. "Für den Rest des Jahres bleiben die Temperaturen tief", sagte Konantz. "Das Jahr verabschiedet sich frostig und winterlich." Nächste Woche sind auch in den Niederungen zweistellige Minustemperaturen möglich.

In diesem Jahr komme der erste Wintereinbruch im Flachland eher spät, dafür im grossen Stil, schreibt MeteoNews. In früheren Jahren mussten sich die Flachländer allerdings auch schon noch länger gedulden. In Zürich fiel im Jahr 1990 erst im Februar der erste Schnee, in Basel und Genf dauerte es im Jahr 2008 gar bis im März.

Unfälle und Verkehrsbehinderungen

Die heftige Schneefälle und Temperaturen um den Gefrierpunkt führten in weiten Teilen der Deutschschweiz und der Romandie zu Unfällen und Sperrungen, meldet Viasuisse. Heute Morgen auf der A12 zwischen Yverdon und Freiburg, auf der A1 zwischen Vevey und Lausanne sowie auf der Hauptstrasse La Neuveville-Twann kam es wegen des Wintereinbruchs zu mehreren Unfällen. Im Seeland, auf der Hauptstrasse La Neuveville-Twann, blieb der Ligerz-Tunnel in beiden Richtungen ungefähr 2 Stunden gesperrt.  

Auch in der Deutschschweiz kam es wegen glatten Strassen zu verschiedenen Unfällen. Zurzeit staut sich der Verkehr diesen Strecken:  A1 zwischen der Verzweigungen Härkingen und Luterbach in beiden Richtungen, auf der A2 zwischen dem Belchen-Tunnel und der Verzweigung Härkingen, auf der A5 zwischen Bienne-Ost und Lengnau sowie in der Region Zürich auf der A3 zwischen Horgen und Thalwil.

Auch im Tessin schneit es zurzeit teils heftig. Als Folge davon ist unter anderem auf der Nord-Südachse die A2 zwischen Airolo und Faido zurzeit schneebedeckt. (sda/roc)