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Erste Kandidaten für Levrat-Nachfolge verzichten

Die SP soll jünger und weiblicher werden, fordert die Juso Schweiz. (Archivbild)

Die SP soll jünger und weiblicher werden, fordert die Juso Schweiz. (Archivbild)

Nach der Rücktrittsankündigung von SP-Präsident Christian Levrat steigt der Druck für eine Frau an der Parteispitze. Eine potenzielle Kandidatin und ein Kandidat haben sich bereits aus dem Rennen genommen.

Sie stehe fürs SP-Parteipräsidium nicht zur Verfügung, schrieb die Berner Nationalrätin Nadine Masshardt am Dienstag auf Twitter. Zuvor hatte bereits der neugewählte Bündner Nationalrat Jon Pult abgewunken: Jetzt brauche es eine Frau oder noch besser, eine Auswahl von Frauen an der Spitze der Partei, schrieb Pult ebenfalls auf Twitter.

Sie befänden sich im Moment im Gespräch mit mehreren Frauen, sagte Co-Präsidentin der SP-Frauen, Natascha Wey, auf Anfrage. Wegen der "immensen Belastung" des Amtes seien sie auch für verschiedene Konstellationen offen, sagte Wey. Jetzt sei aber sowieso nicht der Zeitpunkt, um Namen zu nennen, hiess es.

Für die Juso Schweiz ist derweil klar: Die Mutterpartei brauche einen "personellen und strukturellen Wandel". Die Jungsozialisten fordern deshalb "eine Verjüngung an der Parteispitze und eine erhöhte Sichtbarkeit der Frauen".

Das neue Parteipräsidium müsse "mutige Alternativen aufzeigen, statt faule Kompromisse zu verteidigen". Nur mit einer "umfassenden linken Alternative" könnten die Menschen wieder begeistert und die SP aus der Sackgasse herausgeführt werden, wird Juso-Präsidentin Ronja Jansen im Communiqué zitiert.

Zuvor hatte bereits die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr eine junge Frau an die Spitze der SP gefordert: "Das neue Gesicht der SP Schweiz muss in den kommenden Jahren weiblich und jung sein", schrieb sie in der "Linken Zürcher Zeitung".

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