Landesausstellung

Erste Expo in den Alpen: Nun lädt «Muntagna 2027+» das Volk zum mitmachen ein

Die Landesausstellung «Muntagna 2027» will unter anderem die Schönheit und Biodiversität der Alpen durch Naturschutz bewahren.

Die Landesausstellung «Muntagna 2027» will unter anderem die Schönheit und Biodiversität der Alpen durch Naturschutz bewahren.

Der Förderverein Muntagna plant ab 2027 eine Expo im Alpenraum. Deren Ziel sei eine nachhaltige Landesausstellung, die eine andere Sichtweise auf die Alpen bewirken solle. Nun sind Ideen dafür gefragt.

(dpo/sat) Der Grossteil der Schweizer Bevölkerung lebt im Mittelland. Doch die Alpen bilden gemäss dem Förderverein Muntagna das «politische, kulturelle und historische Rückgrat der Schweiz». Gemeinsam mit der Bevölkerung will der Verein darum ab 2027 die erste Landesausstellung im Alpenraum gestalten. Sie soll den Titel «Muntagna – Die Alpenexpo 2027+» tragen, teilt der Verein am Donnerstag mit.

Wie der Präsident des Fördervereins Muntagna, Simon Albisser, in der Mitteilung erklärt, will seine Landesausstellung «ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Natur sowie den wirtschaftlichen Interessen schaffen.» Ziel sei eine nachhaltige Expo, die eine andere Sichtweise auf die Alpen bewirke. Dabei solle die Schönheit und Biodiversität der Alpen durch Naturschutz bewahrt werden.

Ein partizipatives Projekt

Weiter solle «Muntagna 2027+» als mehrjährige Landesausstellung aufgegleist werden und geografisch alle vier Landessprachen erschliessen. Das Projekt ist laut Simon Albisser partizipativ angelegt: «Wir wollen nicht den Leuten sagen, was wir möchten, sondern die Menschen der Alpen sollen uns sagen, was sie wollen.»

Als nächsten Schritt lanciert der Förderverein Muntagna ein mehrstufiges und partizipatives Wettbewerbsverfahren. Dieses diene dann als Grundlage für die Bewerbung als nächste Expo beim Bundesrat.

Bundesrat hat noch keinen Fahrplan kommuniziert

Die Initianten hinter «Muntagna 2027+» sind laut eigenen Angaben eine Gruppe von Unternehmern sowie Finanzfachleuten, Historikerinnen und Politiker, die den Schutz, die Nutzung und Bewertung der Alpen «neu denken» wollen. Nebst «Muntagna 2027+» bewerben sich bislang drei weitere Projekte für eine nächste Langesausstelltn – die «Nexpo» (dahinter stehen grosse Städte), die «Svizra27» (Träger sind die Nordwestschweizer Kantone und deren Gewerbeverbände) und «X27» (ein Projekt der Kreativwirtschaft auf dem Flugplatz Dübendorf).

Das genaue Verfahren, wie er in Bezug auf eine allfällige nächste Landesausstellung vorgehen will, hat der Bundesrat bislang allerdings noch nicht definiert. Es liefen aber bereits Gespräche mit Wirtschaftsminister Guy Parmelin, hiess es zuletzt aus Kreisen der Nexpo-Macher.

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