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Erst 1000 Stück verkauft: Das Abend-GA lässt die Kunden kalt

Reisende warten auf einen einfahrenden Zug.

Reisende warten auf einen einfahrenden Zug.

Das Interesse am neuen Abend-GA für die freie Fahrt an Randstunden ist minim. Knapp 1000 Abonnements wurden seit Februar verkauft. Liegt es am zu hohen Preis?

Die Verkäufe des Abend-GA, das für Fahrten zwischen abends um 19 Uhr und morgens um 5 Uhr gültig ist, laufen nicht wie gewünscht. Im Gegenteil: Lediglich 1000 Abend-Generalabonnemente sind seit Anfang Februar verkauft worden. Das bestätigt der Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) dem «Tages-Anzeiger».

Der Pilotversuch geht noch bis bis Ende April. Dass die selber gesteckten Ziele nicht erreicht werden, ist jedoch schon jetzt klar. Laut dem Artikel hat sich der VÖV das Ziel von 15'000 Abend-GA-Verkäufen gesetzt. Zum Vergleich: Letztes Jahr haben die SBB insgesamt 452'774 «normale» GA verkauft.

Jetzt wird Kritik laut. «Zu den gebotenen Bedingungen haben wir eine solche Zahl erwartet. Jetzt muss man den Mut haben, die Übung abzubrechen», sagt Kurt Schreiber, der Präsident von Pro Bahn im «Tages-Anzeiger». Das Konsumentenforum vermutet, dass der hohe Preis beim Verkauf des Abend-GA hinderlich war. Während der Testphase kostet das Abend-GA 800 Franken (1. Klasse) bzw. 490 Franken (2. Klasse).

Offenbar haben sich die SBB für einen tieferen Preis beim Abend-GA eingesetzt. Widerstand soll es bei den Tarifverbünden gegeben haben, etwa beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV).

Wie es weitergeht mit dem Abend-GA nach der Pilotphase ist noch nicht entschieden. Es bleibt die Hoffnung, dass es zu einem tieferen Preis weiter angeboten wird. (watson.ch/feb)

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