Pflanzenseuche

Erneut zahlreiche Feuerbrand-Herde in der Waadt

Die Obstbäume im Kanton Aargau sind dieses Jahr nicht so stark vom Feuerbrand betroffen.

Die Obstbäume im Kanton Aargau sind dieses Jahr nicht so stark vom Feuerbrand betroffen.

In der Waadt sind auch dieses Jahr wieder zahlreiche Fälle von Feuerbrand entdeckt worden. Dennoch bleibt die Waadt ein Schutzgebiet, indem mit grossem Aufwand versucht wird, die Seuche durch Ausreissen befallener Pflanzen einzudämmen.

Wie die Waadtländer Behörden mitteilten, wurden in der Waadt seit Mitte Juli 70 Infektionsherde entdeckt. Befallen wurden meist Cotoneaster in Gärten und Parkanlagen an den Hängen des Genfersees.

Die Waadtländer liessen die immergrünen Sträucher ausreissen. Sie hoffen, dass sich damit die Pflanzenseuche eindämmen lässt, die Ende der 1980er-Jahre erstmals in der Ostschweiz aufgetreten war und die in der Waadt schon letztes Jahr zu Ausreissaktionen auf 10'000 m2 Land geführt hatte.

Das Waadtländer Amt für Landwirtschaft forderte in dem Communiqué zu grosser Vorsicht auf. Das Amt empfiehlt insbesondere, auch nicht befallene Cotoneaster auszureissen. Wegen ihrer Anfälligkeit für Feuerbrand ist in der Schweiz Zucht und Verkauf seit 2002 verboten.

Nach Ansicht von Pascal Mayor von der Waadtländer Baumschule ist der Moment noch nicht gekommen, der Waadt den Schutzstatus zu entziehen. Die Hoffnung sei berechtigt, dass es gelinge, die generelle Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sagte er.

Aus Sicht des Bundesamts für Landwirtschaft nähert sich die Waadt jedoch langsam der "roten Zone", wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Alfred Kläy auf Anfrage sagte. Befriedigend sei die Lage in der Schweiz nur noch im Kanton Wallis, wo bislang nur ganz selten Obstbäume oder Sträucher von Feuerbrand befallen wurden.

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