Die Beschwerde gegen den Haftentlassungsentscheid sei eingegangen, teilte das Generalsekretariat des Bundesstrafgerichts auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mit. Am Freitag hatte das BJ ein Haftentlassungsgesuch von Polanski mit der Begründung abgewiesen, die Fluchtgefahr werde nach wie vor als hoch eingestuft.

Mit der Beschwerde haben Polanskis Anwälte vom Recht Gebrauch gemacht, innert zehn Tagen erneut an das Bundesstrafgericht zu gelangen. Bereits am 20. Oktober hatte das Bundesstrafgericht in Bellinzona eine Beschwerde von Polanski gegen den Auslieferungshaftbefehl wegen hoher Fluchtgefahr abgewiesen. Sechs Tage später traf das Haftentlassungsgesuch beim BJ ein.

In Los Angeles werden Roman Polanskis Anwälte im Dezember vor einem Berufungsgericht zu Wort kommen. Wie die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, wurde eine Anhörung in dem Vergewaltigungsverfahren gegen den Regisseur für den 10. Dezember festgesetzt.

Mit einem Antrag beim Superior Court, das Verfahren gegen ihn für abgeschlossen zu erklären, war der Regisseur im Mai gescheitert. Seine Anwälte gingen in Berufung.

Polanski wird vorgeworfen, vor mehr als 30 Jahren ein damals 13-jähriges Mädchen betrunken gemacht und vergewaltigt zu haben. In dem US-Verfahren 1978 hatte er die Vergewaltigung des Mädchens zugegeben.