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Erkältungsviren legen Schweizer flach

Die Nase läuft, der Hals kratzt und die Körpertemperatur steigt. Über diese Symptome beklagen sich momentan viele Schweizer. Die Arztpraxen sind voll und die Apotheken haben viel zu tun.

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Keystone

Obwohl seit Tagen die Sonne vom wolkenlosen Himmel strahlt und vom regnerischen, kalten Herbstwetter noch nichts zu spüren ist, hüten zur Zeit viele Schweizerinnen und Schweizer krank das Bett.

«Wir beobachteten in den letzten Wochen eine Zunahme von Patienten, die wegen Halsweh, Husten, Gliederschmerzen und Fieber die Arztpraxen aufsuchen», sagt Margot Enz, Hausärztin aus Baden.

Erkältungsviren machten dieses Jahr keine Pause

Was die Vizepräsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin besonders überrascht: «Diesen Sommer waren die Erkältungsviren praktisch ohne Unterbruch aktiv». Normalerweise seien diese nur im Winter präsent, frühestens im November.

Auch das Personal in den Apotheken spürt die zunehmende Zahl von Erkältungsfällen. «Die Zahl der Kunden, die Medikamente gegen Fieber und Erkältungen kaufen, ist in den letzten Wochen gestiegen», so Claudia Meier von der Apotheke Stadelhofen in Zürich. Die Apothekerin führt dies auf die kalten Temperaturen in den Morgenstunden zurück, die kleidertechnisch oftmals unterschätzt würden.

Noch keine Influenza-Viren

Doch welche Viren sind überhaupt dafür verantwortlich, dass die Schweizer reihenweise flachliegen? Kathrin Mühlemann, leitende Ärztin für Infektionskrankheiten am Inselspital in Bern: «Es handelt sich um verschiedene normale Viruserkrankungen, die eigentliche Grippe, also das Influenza-Virus ist noch nicht aktiv».

Und auch das gefürchtete Superbakterium sei nicht der Grund für die häufigen Krankheitsfälle. (jep)