Peru

Erfolg für Perus Indios: Gesetz ausgesetzt

Erfolg für Perus Ureinwohner

Erfolg für Perus Ureinwohner

Nach mehr als zweimonatigen Demonstrationen und der jüngsten gewalttätigen Eskalation mit mindestens 33 Toten haben Perus Indios einen Erfolg erzielt. Das Parlament in der Hauptstadt Lima setzte das Gesetz, das die Proteste ausgelöst hatte, für 90 Tage aus.

Ein weitergehender Antrag der Nationalen Partei, das Forst- und Wildtier-Gesetz ganz aufzuheben, scheiterte am Mittwoch vor allem am Widerstand der Regierungspartei von Präsident Alan Garcías. Die 90-tägige Frist soll nun für Verhandlungen mit den Indios genutzt werden.

Am vergangenen Freitag hatte die Polizei in der nördlichen Amazonasregion die Blockade einer Fernstrasse durch Indios bei der Stadt Bagua gewaltsam beendet. Dabei und bei folgenden Zusammenstössen starben insgesamt mindestens 33 Polizisten und Demonstranten.

Die Indios wehren sich gegen gesetzliche Bestimmungen, mit denen ein neues Freihandelsabkommen mit den USA umgesetzt werden soll. Dabei geht es unter anderem um Landrechte, Bürgerbeteiligung sowie Förderung von Rohstoffen wie zum Beispiel Erdöl im Amazonasgebiet.

Die Indios fürchten, dass ihre Lebensgrundlagen zugunsten ausländischer Konzerne zerstört und ihre von alters her bestehenden Rechte und Traditionen verletzt werden.

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