Daniel Ballmer

Lange ist in der Baselbieter Politlandschaft gerätselt worden. Wer will wohl die geplante BDP-Sektion aus der Taufe heben? Das Warten hat ein Ende. Die BDP Baselland wird am 25. März 2010 als elfte
Kantonalpartei der Bürgerlich-Demokratischen Partei gegründet - im Beisein von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und BDP-Schweiz-Präsident Hans Grunder. Heute will die BDP informieren.

Der Partei vorstehen soll ein achtköpfiger Vorstand, geleitet von Präsident Dieter Widmer aus Therwil. Ihm zur Seite stehen werden unter anderem die Vizepräsidenten Felix Weber aus Reigoldswil und Bernhard Zollinger aus Seltisberg.

Wer die Namen liest, merkt: Noch fehlen die klingenden Politikernamen. Mandatsträger und politische Erfahrung kann die Partei bisher kaum aufweisen. Nur Vizepräsident Zollinger amtet in Seltisberg als Gemeinderat, Vorstandsmitglied Hanspeter Kumli in Hölstein. Auch Dieter Widmer war lange nicht mehr politisch tätig. Früher sei der bald 65-jährige Informatiker in Therwil als Schulpflegepräsident tätig gewesen: «Ich habe aber immer nur Dorf-, wenig Kantonalpolitik betrieben.»

Weitere Gespräche sind im Gang

Von dieser Ausgangslage lässt sich der künftige BDP-Präsident aber nicht bange machen. Doch: «Es ist aber sicher ein Thema, bestehende Mandatsträger für uns zu interessieren.» Gespräche seien im Gang. Namen aber will er noch keine nennen. Umso mehr betont Widmer den Bedarf, den er in der Baselbieter Parteienlandschaft für eine BDP erkennt. «Eine neue Partei im bürgerlichen Bereich ist durchaus sinnvoll», ist er überzeugt. «Viele sind von den etablierten Parteien nicht überzeugt.» So gebe es auch Mitglieder anderer Parteien, die nun zur BDP wechseln wollen. Mit rund 50 Gründungsmitgliedern rechnet Widmer. «Aber wir wollen natürlich rasch weitere mobilisieren.»

Wichtig ist Widmer aber auch, dass sich die BDP nicht als Oppositionspartei sieht. Sie wolle sich gemeinsam mit den anderen Parteien für einen gesunden Kanton einsetzen. Und doch erkennt er auch Themen wie den Mittelstand oder Senioren, die bisher vernachlässigt würden. Widmer: «Wir wollen neue Ideen aufs Politparkett bringen.»