Im September übergab eine Delegation der Aarauer Sozialdemokraten in Bern SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi die Petition «Volle Fahrt! Damit die Region Aarau zum Zug kommt». Jetzt ist das Antwortschreiben eingetroffen. Die SP ist nur bedingt zufrieden.

Es sei zwar erfreulich, dass der Halt des stündlichen ICN Genf-St. Gallen in den nächsten Jahre erhalten bleibe. Was aber nicht darüber hinweg täusche, «dass langfristig ein Abbau dieses Angebots vorgesehen ist.» Im Gegenzug verspricht Gysi, dessen Brief die SP der Medienmitteilung beilegt, einen dritten stündlichen Zugshalt auf der Jura-Südfuss-Achse mit «attraktiven Anschlüssen an den Fernverkehr».

Enttäuscht zeigt sich die SP über die abgeschmetterte Forderung nach der Wiedereinführung einer S-Bahn-Haltestelle Buchs-Rohr vor dem Rupperswiler Wald. Diese sei vor dem Ausbau auf vier Spuren versprochen worden. Die SBB begründet ihre Skepsis mit der «unattraktiven Lage», aufgrund derer das 1997 aufgehobene Angebot «nur wenig genutzt» worden sei. Die betroffenen Quartiere sollten mit Buslinien erschlossen werden, so Gygi.

Positiv beantwortet die SBB die Forderung nach komfortablerem Rollmaterial. Ab 2010 verspricht Gygi auf der Achse Basel-Chur klimatisierte Doppelstockwagen mit Fahrradabteil und Niederflureinstiegen. Auch im Regionalverkehr sei es «eine Frage der Zeit», bis modernes Material zum Einsatz komme.

SP-Aarau-Präsident Christoph Schmid sagt, es brauche jetzt «dringend mehr Druck». Er wird den Brief deshalb den Grossräten aus dem Bezirk Aarau verteilen. Derweil macht die SP Aarau unter anderem mit ihrem SBB-Engagement Einwohnerratswahlkampf. (trö)