Um auf Anhieb im Amt bestätigt zu werden, hätte er sich aber die absolute Mehrheit aller Wahlberechtigten sichern müssen. Das war schon mathematisch nicht möglich: Die Wahlbeteiligung fiel mit nur 43,63 Prozent auf den bisher niedrigsten Wert bei einer slowakischen Präsidentenwahl.

Bei der Stichwahl im April wird Gasparovic gegen die frühere Sozialministerin Iveta Radicova antreten. Die 52-jährige Christlich-Liberale kam auf 38,05 Prozent und übertraf damit ihre Umfragewerte bei weitem.

Der seit fünf Jahren amtierende Staatspräsident Gasparovic ist zugleich Dozent der Rechtswissenschaften und Hobbyrennfahrer. Er steht der linksnationalistischen Regierung nahe. Die Soziologieprofessorin Radicova wurde von drei christdemokratischen Oppositionsparteien gemeinsam nominiert.