Strenger Winter
Endlich: Am Wochenende erwacht der Frühling doch noch

Der lange Winter scheint zumindest vorübergehend ein Ende zu nehmen. Ab Sonntag soll es im Mittelland deutlich wärmer werden. Die wärmeren Temperaturen dürften auch zum Wochenbeginn noch anhalten.

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Das lange Warten auf den Frühling hat bald ein Ende
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Der Winter hält sich aber hartnäckig, wie im Engadin bei einer Autogalerie bei Zernez.
Szene aus dem Engadin: Nur langsam meldet sich der Frühling im Talboden
Die Gemüsebauern sind im Rückstand.
Sonnenhungrige genossen sonnigen Ostersonntag in Lugano

Das lange Warten auf den Frühling hat bald ein Ende

Keystone

Gute Neuigkeiten für Wintermuffel: Am Wochenende kommt endlich der Frühling. Laut dem Meteorologen des Bundesamts für Meteorologie Meteoschweiz, Daniel Murer, zeigen die Tendenzen in eine Richtung: hinauf.

Unter der Woche aber bleibt das Wetter laut Murer noch wechselhaft, mit einem «zwischenzeitlichen Temperaturanstieg am Donnerstag bei wechselhaftem Westwindwetter und etwa 15 Grad, bevor am Freitag ein Kaltfröntli über die Schweiz zieht».

Segen für Wintermuffel

Auch am Samstag rechnet Murer noch nicht wirklich mit höheren Temperaturen. Regnen wird es dann aber nur noch den westlichen Voralpen entlang. Am Samstagnachmittag dürfte im Mittelland die Sonne durchdrücken.

Erst am Sonntag sprengt das Thermometer laut Meteorologe Murer die 15-Grad-Marke. «Vielleicht wird es dann sogar bis 18 oder 19 Grad warm.» Das frühlingshafte Wetter werde sich auch zu Wochenbeginn fortsetzen.

Nicht nur über dem Mittelland, sondern auch über den Bergen lacht am Wochenende die Sonne. Dort liegt noch viel Schnee und einige Skigebiete haben geöffnet. Murer erwartet bis 4 Grad Celsius auf 2000 Metern über Meer, vielleicht sogar 6 Grad. «Die grosse Schneeschmelze setzt damit trotzdem noch nicht ein», so Murer. Deutlich steigende Flusspegel wären erst mit Regen bis in hohe Lagen zu erwarten.

Fluch für Pollenallergiker

Steigende Temperaturen – das erhöht den Leidensdruck der Pollenallergiker. Vor allem Hasle- und Birkepollen werden ab dem Wochenende in hohen Konzentrationen vorhanden sein. Die Natur hat Rückstand. Auch die Gemüsebauern sehnen steigende Temperaturen herbei. Doch sind die bis jetzt anhaltenden kühlen Temperaturen aussergewöhnlich?

Aussergewöhnlich ist laut Meteorologe Murer vor allem, dass die Durchschnittstemperatur seit Oktober durchwegs unter dem langjährigen Schnitt war. Trotzdem habe es in der Vergangenheit noch strengere Winter gegeben, so Murer. Er warnt: «Es ist auch nicht aussergewöhnlich, wenn es auch noch im Mai bis 1000 Meter runterschneit.» (dfu)

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