Liestal

Ende der Raumnot

Ab 2012 sollen die Schüler des Gymnasiums Liestal in zwei zusätzlichen Sporthallen turnen können. Die Regierung hat einen Kredit von fast 10 Millionen bewilligt.

Alessandra Paone

Der akuten Platznot im Sportunterricht am Gymnasium Liestal wird vielleicht bald ein Ende bereitet. Am Dienstag hat der Baselbieter Regierungsrat einen Kredit von 9,889 Millionen Franken für den Bau von zwei zusätzlichen Sporthallen auf dem Areal des Gymnasiums Liestal bewilligt.

Die Lehrpersonen hatten in der Vergangenheit wiederholt auf die unhaltbare Situation hingewiesen. Im Jahr 2004 war im Landrat sogar ein Postulat für eine dritte Sporthalle ohne Gegenstimme überwiesen worden. Nachdem im Januar 2008 die Studie des Gemeindesportanlagenkonzepts (Gesak) präsentiert worden war, habe der Regierungsrat dem Hochbauamt den Auftrag erteilt, eine definitive Lösung für den Raumbedarf des Sportunterrichts auszuarbeiten, sagt Judith Kessler vom Baselbieter Hochbauamt.

Baustart im Jahr 2011

Kessler rechnet damit, dass die Vorlage zur Kreditgenehmigung nach den Sommerferien dem Landrat vorgelegt werden kann. Sollte der Entscheid des Parlaments positiv ausfallen, würde anschliessend gleich das Wettbewerbsverfahren gestartet, sagt Kessler. Voraussichtlicher Baustart ist im Jahr 2011. Mit der Inbetriebnahme kann im Jahr 2012 gerechnet werden. Die neue Sporthalle mit 1764 Quadratmetern Nettonutzfläche soll neben der bestehenden Sporthalle zu stehen kommen. Es seien drei mögliche Standorte evaluiert und bewertet worden, berichtet Kessler. Davon hat man denjenigen ausgewählt, an dem eine bedarfsgerechte und sinnvolle Lösung verwirklicht werden kann.

Seit seiner Erstellung vor 39 Jahren verfügt das Gymnasium Liestal über zwei Turnhallen. In den letzten Jahren ist die Schülerzahl jedoch kontinuierlich gewachsen. Die zwei bestehenden Sporthallen reichen längst nicht mehr aus, um den vorgeschriebenen Sportunterricht intern abhalten zu können. So sind die Schülerinnen und Schüler gezwungen, auf externe Infrastrukturen wie das Hallenbad, die Rotacker- und Schauenburg-Turnhalle oder das Squashcenter im Liestaler Altmarkt auszuweichen.

Rüegg rechnet mit Ja des Landrats

Wie anstrengend das Hin und Her ist, weiss Martin Rüegg, Sportlehrer am Gymnasium Liestal, nur zu gut. Umso mehr freut sich der Gelterkinder SP-Landrat über den Beschluss der Regierung: «Vielleicht nimmt diese unendliche Geschichte jetzt doch noch ein Ende.» Das Gymnasium beherberge derzeit 59 Klassen, da sei es schon an der Zeit, etwas zu unternehmen. Dass die Vorlage im Landrat auf Gegner stossen wird, glaubt Rüegg nicht. «Die Signale waren bisher äusserst positiv.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1