Eltern

Eltern müssen für Krippen mehr bezahlen

Sieben Prozent mehr haben ab Januar 2011 die Eltern aller Einkommensschichten in den Krippenpool-Gemeinden Baden, Ennetbaden, Obersiggenthal und Wettingen für den Krippenplatz zu bezahlen.

Roman Huber

Der Minimalbeitrag für ein Kind im Vorschulalter wird pro Tag von 13 Franken auf Fr. 13.90 angehoben, der Höchstbetrag von 90 auf 100 Franken. Die neue Fassung des Elternbeitragsreglements muss noch politisch von den drei Einwohnerräten und in Ennetbaden von der Gemeindeversammlung abgesegnet werden. Alle Exekutiven haben der Änderung zugestimmt ausser Obersiggenthal, wo das Geschäft erst noch behandelt werden muss.

Teurere Plätze, mehr Leistung

Die Grundsätze des Elternbeitragsreglements und der Verordnung dazu haben sich laut der Badener Stadträtin und Sozialvorsteherin Daniela Berger bewährt; die Beiträge werden nach Einkommen der Eltern berechnet.

Doch seit der Festlegung der Beitragssätze (2006) sind die Bedingungen und damit die Kosten für die Betreuung von Kindern im Vorschulalter gestiegen; sie sind heute umfassender und das Personal muss entsprechend qualifiziert sein. Die Kosten wurden mit den acht Poolkrippen berechnet.

Mit der Änderung geht der Vollzug des Reglements (Ermittlung des Gesamteinkommens, der Abzüge, des Basis- und des Leistungsbeitrags etc.) beziehungsweise die Kompetenz zur Neuberechnung des Elternbeitrages an die Gemeinderäte über.

Qualitätsstandards überarbeitet

Auch die Qualitätsstandards sind überarbeitet worden. Dies war notwendig, weil die Anforderungen an die Krippenleitung gestiegen sind. Diese müssen sich vermehrt mit betriebswirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen, die Personalführung wie die Elternarbeit (bei sich verändernden Familienkonstellationen) ist anspruchsvoller geworden, die pädagogische Begleitung sowie die entsprechende Ausbildung (Fachfrau/-mann Betreuung) anspruchsvoller.

Das neue Reglement samt Verordnung richtet sich bereits nach den vom Kanton vorgeschlagenen Grundsätzen des Sozialhilfe- und Präventionsgesetzes, das sich noch in der Vernehmlassung befindet.

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