Schienenverkehr

Eisenbahnunternehmen erwirtschafteten leichten Überschuss

Schienenkreuz in Kerzers

Schienenkreuz in Kerzers

Mit den Beiträgen der öffentlichen Hand haben die Schweizer Bahnen 2007 einen leichten Überschuss erwirtschaftet. Ohne diese Subventionen decken sie ihre Kosten aber nur knapp zur Hälfte.

Dies geht aus der Eisenbahnrechnung 2007 hervor, die das Bundesamt für Statistik veröffentlichte. Danach weist die betriebswirtschaftliche Rechnung der Bahnen inklusive Subventionen einen Ertrag von 9,45 Milliarden Franken auf, dies bei einem Aufwand von 9,3 Mrd. Der Kostendeckungsgrad beträgt somit 101,7 Prozent.

Die betriebswirtschaftliche Rechnung basiert auf den Buchhaltungsergebnissen von rund 40 Bahnen - von der SBB bis zur Waldenburger Bahn. Sie zeigt auf, wie gut diese mit ihren Einnahmen und den Beiträgen der öffentlichen Hand ihre Kosten decken.

Bei den Erträgen machte der Verkehrsertrag 2007 knapp 4,1 Mrd. Franken aus. 2,8 Mrd. kamen aus dem Personenverkehr (plus 8,4 Prozent gegenüber 2006), etwas über 1,2 Mrd. aus dem Güterverkehr (plus 6,9 Prozent).

Aus volkswirtschaftlicher Sicht, das heisst unter Ausklammerung der Unterstützung durch Bund, Kantone und Gemeinden, wurde ein Ertrag von 6,72 Milliarden Franken erwirtschaftet, bei einem Aufwand von 15,63 Mrd. Das ergibt einen Eigenwirtschaftlichkeitsgrad von lediglich 43 Prozent.

Die volkswirtschaftliche Rechnung zeigt, wie viel der Verkehrsträger "Schiene" aus gesamtwirtschaftlicher Sicht kostet, und in welchem Mass diese Kosten durch die Erträge der Benutzer gedeckt werden.

Belastet werden die Konten durch den Zinsaufwand der kumulierten Defizite und der Spezialfinanzierungen (NEAT, Refinanzierung der SBB-Pensionskasse usw.).

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