Peter Belart

Thomas Wehrli von der GLP nahms gelassen: «Der Parteiaufbau muss langsam angegangen werden; wir müssen über Sachpolitik zum Wahlerfolg finden.» Von Sachpolitik sprach auch Andreas Anner (svp): «Wir brachten verschiedentlich gute Vorschläge, zum Beispiel in der Verkehrs- und der Einbürgerungspolitik, was von der Bevölkerung wahrgenommen wurde. Dabei verzichteten wir bewusst auf Polemik.»

Als Wahlsieger kann sich auch die SP betrachten. Christoph Haefeli kommentierte: «Es erstaunt schon, dass wir entgegen der national zu beobachtenden Tendenz zulegen konnten. Dabei kam uns sicher zugute, dass wir in einer gelungenen Plakatkampagne ‹gute Köpfe› zeigten und auf unserer Liste eine recht grosse Auswahl anbieten konnten.»

Etwas ernüchtert zeigten sich Max Gasser (fdp) und Barbara Scheidegger (cvp); beide Parteien hatten je einen Sitz eingebüsst. Gasser führte das Ergebnis auf die strukturellen Probleme von Windisch zurück, wo die traditionelle FDP-Wählerschaft nur eine relativ geringe Basis hat. Ausserdem wirke die Niederlage in Sachen EW-Verkauf nach.

Selbstkritisch sagte Scheidegger: «Wir müssen vermehrt Basisarbeit leisten. Unsere sachbezogene Politik ist halt nicht schreierisch.» Gleich wertete Madeleine Nater von der EVP den Wahlausgang: «Die ausgewogene, kompromissfähige Mitte tritt naturgemäss weniger in Erscheinung.»