Dabei bat Kroatien die Schweiz, den Entscheid für die Einreisesperre zu überdenken, wie die Nachrichtenagentur AFP schreibt. In der diplomatischen Note gibt Kroatien zu bedenken, dass Perkovic in keinem Staat gesucht werde - geschweige denn verurteilt worden sei.

Das Aussendepartement EDA bestätigte, dass der Schweizer Botschafter ins kroatische Aussenministerium bestellt worden sei. "Wir nehmen die Haltung Kroatiens zur Kenntnis", sagte EDA-Sprecher Adrian Sollberger.

Verantwortlich für das Einreiseverbot ist das Bundesamt für Polizei (fedpol). Dieses hatte am 29. September verfügt, dass Perkovic nicht in die Schweiz einreisen darf. Das für den 3. Oktober angekündigte Konzert im "Froschkönig" in Kriens LU wurde damit abgesagt.

Ausschlaggebend für den Entscheid des fedpol waren neue Erkenntnisse des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP): Perkovic ist für hetzerische Texte und die Verherrlichung der kroatischen Faschisten (Ustascha) bekannt. Die Luzerner Behörden hatten sich juristisch ausserstande gesehen, das Konzert zu verhindern.