Dies sagte der türkische Aussenminister Ahmet Davutoglu am Abend in Teheran. Das türkische Aussenministerium erklärte, eine formelle Stellungnahme dazu werde es möglicherweise am Montagmorgen geben. Die Verhandlungen galten als wohl letzter Vermittlungsversuch, bevor die UNO ihre Sanktionen verschärfen.

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva war am Sonntag zu Gesprächen mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad und dem geistlichen Oberhaupt Ali Chamenei zusammengekommen. Auch der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan reiste am Wochenende überraschend in den Iran.

Brasilien und die Türkei hatten als nicht-ständige Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats die festgefahrenen Verhandlungen über einen von den Vereinten Nationen favorisierten Kompromissvorschlag wieder aufgenommen.

Dieser sieht vor, dass der Iran sein niedrig angereichertes Uran nicht selbst verarbeitet, sondern dafür nach Russland und Frankreich schickt. Erdogan hatte vor Bekanntgabe der Einigung am Sonntag erklärt, dem Vorschlag solle nun eine Klausel hinzugefügt werden, wonach der Austausch der Kernbrennstoffe auf türkischem Boden stattfinden würde.

Der Iran hatte für einen Kompromiss bislang Bedingungen gestellt, die von den Verhandlungspartnern als inakzeptabel zurückgewiesen wurden. Die Regierung in Teheran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Kernwaffen zu streben. Der weltweit fünftgrösste Ölexporteur weist diese Vorwürfe zurück.