ANDREA FLüCKIGER

Die BDP Untere Emme erhält Konturen. Nachdem die Ortsgruppen Wiler (am
21. April) und Bätterkinden (25. August) gegründet worden waren, wurde nun in Utzenstorf die dritte der insgesamt vier Ortsgruppen konstituiert. Zur Gründungsversammlung der Ortsgruppe Utzenstorf erschienen 16 Mitglieder. Der Präsident der BDP Untere Emme, Jürg (genannt Jules) Weber, der als Tagespräsident waltete, erklärte den Anwesenden zuerst den heutigen Stand der BDP Untere Emme. Bei den anschliessenden Wahlen wurden sowohl der Vorsitzende der Utzenstorfer Ortsgruppe, René Stüdeli, als auch der übrige Ausschuss einstimmig und mit Akklamation gewählt.

In der Dorfpolitik Fuss fassen

Mit René Stüdeli haben die BDP-Mitglieder einen «typischen» Vertreter der jungen Partei zum Vorsitzenden gemacht. Obwohl politisch interessiert und an praktisch allen Gemeindeversammlungen dabei, war der Vater zweier Kinder vorher in keiner Partei gewesen. «Mit dem Parteiprogramm der BDP und ihrem Credo von Toleranz und Achtung gegenüber Mensch und Natur kann ich mich nun aber identifizieren.»

Nach den Zielen gefragt, meint René Stüdeli: «Für uns ist wichtig, dass bei den nächsten Gemeindewahlen auch BDP-Kandidaten in die verschiedenen Kommissionen gewählt werden. Erstens können wir so an Lösungen für eine attraktive Gemeinde aktiv mitwirken, zweitens wissen die Leute danach, wen sie bei Fragen ansprechen sollen.» Ein Glück für die Ortsgruppe Utzenstorf sei übrigens, dass die Partei mit Gemeinderat Niklaus Knuchel bereits ein bekanntes Gesicht in der Dorfpolitik habe.

Grosser Zulauf bei der BDP

Wie Jules Weber berichtete, sei er sehr zufrieden mit dem Mitgliederzuwachs der BDP Untere Emme, die ja erst im Januar gegründet worden sei: «Momentan haben sich bei uns bereits

67 Mitglieder eingeschrieben - das jüngste ist 20, das älteste 89 Jahre alt. Wir hoffen natürlich auf noch mehr Mitglieder, damit wir in den vier Dörfern auch wirklich etwas bewegen können.»

René Stüdeli ergänzte, bei der BDP seien alle willkommen, die ihre Ideen in der Politik einbringen möchten - auch junge oder politisch unerfahrene Bürgerinnen und Bürger: «Wir wollen bei uns bewusst alle Altersgruppen vereinen. Bei uns wird es deshalb keine Junge BDP geben. Unser Vorteil besteht gerade darin, dass ‹alte Hasen› und solche ohne oder mit wenig politischem Hintergrund in einen lebendigen Dialog über die Altersgrenzen hinweg treten können.»