Gemeindeversammlung
Eine zukunftsweisende Gmeind

Ja zu Abklärungen einer vertieften Zusammenarbeit mit Birr, Ja zu mehr Schulraum. Traktanden, die offensichtlich die Menschen bewegten.

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Aargauer Zeitung

Peter Belart

An der Gemeindeversammlung Birrhard nahmen nicht weniger als 122 Personen teil, also immerhin gut ein Viertel der insgesamt 476 Stimmberechtigten. Magnetwirkung dürften dabei zwei Traktanden gehabt haben: Ein Projektierungskredit in der Höhe von 44 000 Franken, verbunden mit einem Verhandlungsmandat, das die Grundlagen für eine vertiefte Zusammenarbeit bis hin zu einer Fusion mit der Gemeinde Birr aufzeigen soll. Ein Rückweisungsantrag, der eine Vertagung des Geschäfts auf die kommende Winter-Gmeind verlangte, blieb chancenlos.

Der gemeinderätliche Antrag obsiegte mit 59 Ja- gegenüber 44 Nein-Stimmen. So ist nun der Weg frei für detaillierte Abklärungen in Facharbeitsgruppen. (Auch in Birr hiessen die Stimmberechtigten den entsprechenden Antrag gut; siehe Artikel unten). Dieser Beschluss unterliegt allerdings noch dem fakultativen Referendum. (Eine allfällige Urnenabstimmung kann von einem Viertel der Stimmberechtigten innert 30 Tagen seit Veröffentlichung schriftlich verlangt werden.)

Mehr Schulraum

Als Zweites war ohne Zweifel die Schulraumfrage von grossem Interesse. Ein Antrag hiezu war allerdings nicht traktandiert, wurde aber unter «Verschiedenes» erwartet. In der Tat meldete sich Schulpflegepräsident Patrik Marty zu Wort und verlangte, dass auf dem Schulhausareal ein Schulraum von 70 Quadratmetern zur Verfügung gestellt werden müsse. Diesem Ansinnen stimmten 73 Personen zu, 24 Personen waren dagegen. Somit ist der Gemeinderat verpflichtet, den Antrag aufzunehmen und entweder an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im August 2009 oder an der nächsten Winter-Gemeindeversammlung dem Souverän ein entsprechendes Kreditbegehren zu unterbreiten.

Weitere Traktanden problemlos

Keinerlei Opposition erwuchs den übrigen Traktanden. Die Rechnungsablage 2008 wurde ebenso klar angenommen wie ein neues Abfallreglement, das auch die Grüngutentsorgung und die Frage der unterschiedlichen Tarife regelt. Mit 86 Ja gegen 6 Nein hiessen die anwesenden Stimmberechtigten auch ein Kreditbegehren über 126 300 Franken gut. Damit sollen die Tannerai- und die Mitteldorfstrasse saniert werden, und zwar ab der Dorfstrasse bis zum bereits sanierten Teil an der Mitteldorfstrasse. Dabei will man insbesondere die Abwasser- und die Regenwassersituation verbessern.

Für die Strassensanierung inklusive Entwässerung sieht das Budget etwas mehr als 106 000 Franken vor; die Kanalisationsarbeiten werden mit rund 20 000 Franken aufgeführt. Auch dieser Beschluss unterliegt dem fakultativen Referendum.

Der Gemeindeversammlung lagen schliesslich zwei Einbürgerungsgesuche vor, nämlich vom Ehepaar Heinrich und Ingrid Schwetz-Ducke, deutsche Staatsangehörige, die beide seit 1963 ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Sie leben seit dem 1. April 1983 in Birrhard. Der Gemeinderat schreibt zum Gesuch «Die beiden sind bestens assimiliert» und unterstützt die Anträge. Auch die Birreterinnen und Birreter hiessen die Einbürgerungen in der Abstimmung gut. Die Gemeindeversammlung wurde um 22.40 Uhr geschlossen.